Karriere bei Deloitte

Interner Wechsel von FSI Advisory zur Wirtschaftsprüfung

Mag. Martin Wurst

„Die größte Motivation für mich war einerseits etwas Neues zu lernen und andererseits die Ausbildung zum Steuerberater/Wirtschaftsprüfer.“

Wie verlief deine bisherige Karriere bei Deloitte?

Meine Karriere bei Deloitte hat Ende 2008 als Werkstudent im FSI Advisory begonnen. Der Bereich an sich war mir neu. Aufgrund der Finanzkrise war der gesamte Finanzsektor im Umbruch weshalb meine Aufgabenstellungen in der Beratungstätigkeit ausgesprochen spannend waren. In der FSI Advisory war ich insgesamt 5 Jahre tätig. Nachdem mein zuständiger Manager in Karenz gegangen ist, wurde mir ein großes Vertrauen geschenkt und ich konnte bzw. durfte bereits nach 2,5 Jahren eine leitende Funktion übernehmen. Ich hatte aufgrund eines tollen Teams die Möglichkeit mich entsprechend zu positionieren und weiterzuentwickeln. Nach 5 Jahren habe ich gemerkt, dass mein Lernlevel in meinem Fachbereich schon relativ hoch war, weshalb ich nach einer neuen Herausforderung gesucht habe. Da wir im Bereich Advisory sehr eng mit der Wirtschaftsprüfung zusammenarbeiten, sah ich in der Wirtschaftsprüfung eine Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung.

Was waren deine Beweggründe für den Wechsel von FSI Advisory zur Wirtschaftsprüfung?

Die größte Motivation für mich war einerseits etwas Neues zu lernen und andererseits die Ausbildung sowie die entsprechende Berufsbefähigung zum Steuerberater/Wirtschaftsprüfer – hier bin ich gerade mittendrinnen. Beim Wechsel ging es nicht um das Team, da ich mich in meinem alten Team sehr wohl gefühlt habe. Ich wollte mich noch weiterentwickeln und etwas Neues ausprobieren. Diese Chance hat sich dann gut ergeben, da ich auch die neuen Kollegen durch die Zusammenarbeit bei einigen Projekten recht gut gekannt habe. Häufiger kommt es vor, dass Mitarbeiter von der Wirtschaftsprüfung in den Bereich Advisory wechseln, ich habe es in die andere Richtung gemacht. Rückblickend betrachtet war dieser Weg – vom Advisory ins Audit zu wechseln – kein Nachteil. Meine aus der Beratungstätigkeit gewonnen Fähigkeiten und das angeeignete Wissen konnte ich auch in der Wirtschaftsprüfung umsetzen. Anfangs war es sicher eine Knochenarbeit, weil man die Arbeitsweise im Advisory und Audit nicht unmittelbar miteinander vergleichen kann. Es stellt sich im täglichen Business eine andere persönliche Herausforderung, denn ein Job im Bereich Audit bedeutet mehr Koordination und mehr Aufenthalt bei den Kunden.

Inwieweit hast du davon profitiert bzw. was war dein erstes „Learning“ durch den Wechsel?

Ein großer Vorteil im Bereich Audit ist, dass man viele Unternehmen sehr gut kennenlernt – das hat mir in der Beratung ein wenig gefehlt, weil man dort meistens punktuell eingesetzt ist. Insbesondere im Bankbereich sind interne Prozesse mitunter sehr komplex und bei isolierter Betrachtung schwer nachzuvollziehen. In der Wirtschaftsprüfung ist es allumfassend, man lernt jeden Bereich kennen und das hat mir sehr für das Gesamtverständnis geholfen. Nachdem ich – neben meinen Audit Aufträgen – nach wie vor in spannenden Beratungsprojekten eingesetzt bin, kann ich das gewonnene Gesamtverständnis auch in der Beratungstätigkeit umsetzen. Das ist sicherlich auch ein Mehrwert für den Kunden.

Würdest du rückblickend etwas anders machen?

Es ist schwierig im Nachhinein Dinge zu beurteilen. Ich bereue den Schritt nicht, weil ich persönlich sehr davon profitieren konnte.

Was waren Herausforderungen bzw. Überraschungen?

Nachdem ich schon einige Kollegen aus der früheren Zusammenarbeit gut gekannt habe, ist mir die Integration in das neue Team relativ leicht gefallen. Beim Kunden arbeitet man einerseits mit seinem Projektteam zusammen, andererseits hat man mit sehr vielen neuen Ansprechpersonen aus unterschiedlichen Bereichen in der Bank zu tun, was anfangs herausfordernd war.  

Dein Tipp für einen internen Wechsel an Kollegen:

Mein Tipp ist es, sich einmal genau anzusehen was Deloitte alles zu bieten hat. Deloitte hat sicherlich viele spannende und interessante Fachbereiche die eine neue Herausforderung darstellen können.  Von einem internen Wechsel profitiert man sehr, da einem die gesamte Administration bereits geläufig ist und man den Bezug zu ehemaligen sowie neuen Kollegen hat. Ein großer Vorteil ist dabei die interne Vernetzung.

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