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Deloitte European CFO Survey
Stimmungslage: optimistisch

Österreichische CFOs sehen der wirtschaftlichen Zukunft Europas positiv entgegen

Die europäische CFO Studie des ersten Quartals 2017 zeichnet ein optimistisches Bild für die wirtschaftliche Zukunft Europas, zumindest wenn man von der Stimmungslage der 1.580 befragten CFOs aus 19 europäischen Ländern ausgeht. Österreichische CFOs fallen dabei durch eine überdurchschnittlich positive Einstellung auf. Aber auch die Antworten der CFOs in den übrigen Ländern Europas lassen einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen. Nicht nur Umsatzzahlen werden gemäß der Einschätzung der CFOs steigen, auch finanzielle Unsicherheiten werden weniger wahrgenommen, was zu einer erhöhten Risikobereitschaft führt. Dies wirkt sich in weiterer Folge günstig auf Investitionen und Beschäftigungszahlen aus. Lediglich hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der EU herrscht Skepsis, über mögliche weitere Austritte wird spekuliert.

Mehr Umsatzwachstum
Der Großteil der befragten CFOs blickt mit Zuversicht in die Zukunft, Österreichs Finanzvorstände legen dabei sogar einen Optimismus an den Tag, der merklich über dem europäischen Durchschnitt liegt. Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich, führt dazu aus: „Wir beobachten derzeit in Europas Wirtschaft generell eine optimistische Grundstimmung. Das wirkt sich positiv auf die österreichische Wirtschaft aus.“ Eine Ausnahme stellt die rückläufige Entwicklung in Sachen Optimismus bei den CFOs aus der Türkei dar. Hierbei dürfen die jüngsten politischen Entwicklungen nicht außer Acht gelassen werden, gibt Marterbauer zu bedenken.

Mehr Risikobereitschaft
Grundsätzlich wird von den CFOs allerdings eine erhöhte Unsicherheit für ihre Unternehmen wahrgenommen, wobei in diesem Quartal ein Rückgang erkennbar ist. Auch in diesem Fall zählen Österreichs CFOs zu den Optimisten, im Vergleich zum europäischen Durchschnitt von 61% nimmt hierzulande nur ein knappes Drittel der Befragten diese Verunsicherung überhaupt noch wahr. Die sinkende Unsicherheit resultiert in einer steigenden Risikobereitschaft, sodass ein Drittel der europäischen und österreichischen Finanzchefs bereit ist, Risiken einzugehen.

Mehr Investitionen, mehr Personal
Nicht nur mehr Investitionen stehen für mehr als die Hälfte der österreichischen Finanzvorstände in den nächsten zwölf Monaten auf dem Plan, ein Drittel der heimischen Finanzchefs kündigt auch steigende Mitarbeiterzahlen an.

Mehr Skepsis

Eine weniger rosige Entwicklung wird der EU in Aussicht gestellt. Ein Drittel der europäischen Finanzchefs hält einen weiteren Austritt eines EU-Mitgliedsstaates in den nächsten fünf Jahren für möglich. Diesem pessimistischen Ausblick schließen sich auch die österreichischen CFOs an. „Der geplante Brexit hat seine Spuren bei den CFOs hinterlassen. Jetzt muss die EU entsprechende Maßnahmen setzen, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Das jüngste Wahlergebnis in Frankreich könnte einen positiven Effekt haben“, analysiert Gerhard Marterbauer abschließend.

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