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Kundenpartnerschaft als oberstes Prinzip

Interview mit Gottfried Spitzer

Gottfried Spitzer zeichnet sich bei Deloitte unter anderem für die Beratung von Mittelstandsunternehmen verantwortlich und sieht Kundennähe als Basis für Kundenzufriedenheit. Eine langjährige und erfolgreiche Kundenpartnerschaft besteht beispielsweise mit Fritz Müller, Geschäftsführer von Müller-Transporte, der uns Einblick in sein Familienunternehmen gegeben hat.

Fritz Müller, Geschäftsführer Müller-Transporte GmbH, führt durch sein Unternehmen.

Herr Spitzer, Kundenpartnerschaft ist ein viel zitiertes Wort, wie ist Ihr Zugang dazu?
Es ist mir ein besonderes Anliegen mit unseren Kunden im stetigen Dialog zu sein. Ihre Bedürfnisse abzuholen und davon ausgehend Lösungen für sämtliche Themen zu finden. Die individuelle und persönliche Betreuung liegt mir dabei besonders am Herzen. Es ist uns wichtig, maßgeschneiderte Produkte und Services für alle Bereiche anzubieten und langfristig mit unseren Klienten zusammenzuarbeiten. Damit sehen wir Kundenpartnerschaft und Kundennähe als Fokus unseres Handelns und unterstützen unsere Kunden dabei, eigene Potenziale zu heben und damit einen größeren Vorsprung im täglichen Wettbewerb zu gewinnen.

Familienunternehmen haben in Österreich eine lange Tradition. Wie schätzen Sie die Zukunftsperspektiven ein?
Wenn man über die Zukunft von Familienunternehmen nachdenkt, dann fällt einem schnell das Thema „Nachfolgeregelung“ ein. In den nächsten Jahren stehen viele österreichische Familienunternehmen davor, genau dieses Thema zu lösen. Gute Perspektiven haben jene Unternehmen, die rechtzeitig beginnen, ihre Nachfolge zu planen und ein gutes Maß zwischen Tradition und Aufgeschlossenheit finden.

Wie sehen Sie das Thema Digitalisierung in Familienunternehmen?
Fakt ist, dass Digitalisierung und Innovation uns alle angeht. Es gibt kein Unternehmen, das sich dem täglichen Fortschritt verschließen kann. Eine aktuelle Studie, dem bereits fünften „Digital Business Report“ von Deloitte und MIT Sloan Management Review zeigt, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Mitarbeiter von Unternehmen mit geringem Digitalisierungsgrad in den nächsten drei Jahren nach neuen Herausforderungen suchen wird. Für Familienunternehmen kann die Übergabe an die nächste Generation ein Schritt in Richtung Digitalisierung darstellen, denn wir wissen bereits, dass Innovation für die Nachfolgegeneration an oberster Stelle steht.

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