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Neuerungen in der Personalverrechnung 

Welche Änderungen auf Sie zutreffen, welche Stolpersteine es gibt und wo Sie einsparen können.

Zahlreiche Änderungen per 1.1.2017

Mit Anfang des Jahres 2017 treten verschiedene Neuerungen im Bereich der Personalverrechnung in Kraft, die für Unternehmen von Bedeutung sind.

  • Abschaffung täglicher Geringfügigkeitsgrenze
  • Änderungen Aushilfenbezüge
  • Senkung Verzugszinsen und Lohnnebenkosten
  • Bonus-Malus-System
  • „Abfertigung neu“ bei betrieblicher Vorsorge

Vereinfacht: Tägliche Geringfügigkeitsgrenze entfällt
Durch den Wegfall der täglichen Geringfügigkeitsgrenze per 1.1.2017 müssen Unternehmen nur noch mittels der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze in Höhe von EUR 425,70 beurteilen, ob eine Beschäftigung im Rahmen eines (freien) Dienstverhältnisses geringfügig oder vollversichert ist. Darin liegt Einsparungspotenzial für Unternehmen mit häufigen fallweisen Beschäftigungen.

Attraktiv: Änderungen bei Aushilfenbezügen
Durch das EU-Abgabenänderungsgesetzes 2016 werden Aushilfstätigkeiten für Personen, die bereits vollversichert erwerbstätig sind, attraktiver gestaltet. Beginnend mit 2017, können Bezüge, die an Aushilfen bezahlt werden, unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei abgerechnet werden.

Erfreulich: Senkung von Verzugszinsen und Lohnnebenkosten
Mit 1.1.2017 wurden die Verzugszinsen für die nicht rechtzeitige Zahlung von SV-Beträgen um stattliche 50% gesenkt. Verzugszinsen in der Sozialversicherung betragen nunmehr 3,38 % pro Jahr. Ebenfalls seit Anfang 2017 werden die Lohnnebenkosten schrittweise gesenkt. Der Dienstgeberbeitrag wird von 4,5% auf 4,1% gesenkt. Im Jahr 2018 wird dieser nochmals auf einen Wert von 3,9% gesenkt.

Was beinhaltet nun das neue Bonus-Malus-System und für wen ist es relevant?
Steuerexperte Roland Zachhalmel, erklärt die wesentlichen Aspekte, die dieses System beinhaltet.

"Unternehmen, die bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer einen bestimmten Branchendurchschnitt erreichen oder darüber liegen, erhalten einen Bonus in Form einer zusätzlichen Senkung der Lohnnebenkosten in Höhe von 0,1 % des Dienstgeberbeitrages zum FLAG. Ab 2018 beträgt der Dienstgeberbeitrag für diese Unternehmen 3,8 %. Im Grunde soll hier ein Anreiz geschaffen werden, um die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer anzuheben."

Vorsicht: Beiträge zur betrieblichen Vorsorge für „Abfertigung Neu“ für fallweise Beschäftigte und Ferialpraktikanten
Diese Neuerung kommt zum Tragen, wenn ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres ab dem Ende eines Dienstverhältnisses mit demselben Arbeitgeber eine neue Beschäftigung eingeht. In diesem Fall setzt die Beitragspflicht mit dem ersten Arbeitstag ein, wobei die Regelung unabhängig von der Dauer der Dienstverhältnisse gilt. Auch fallweise Beschäftigte sind hiervon betroffen. Für Dienstgeber können die Änderungen zu Kostenmehrbelastungen führen.

Sollten sie weitere Fragen haben, beraten wir Sie gern über diese und andere Themen der Personalverrechnung.
 

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