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Deloitte Report: US-Unternehmen dominieren globalen Einzelhandel 

Österreich mit Spar und XXXLutz unter den Top 250

Der Deloitte Report „Global Powers of Retailing 2017“ listet die Top 250 Einzelhandelsunternehmen auf Basis ihres Umsatzes. Die USA dominieren mit sechs Unternehmen in den Top 10 den globalen Einzelhandel. Auch Deutschland ist mit 17 Unternehmen im Gesamtranking stark vertreten. Aus Österreich schaffen es die Spar Holding AG und die XXXLutz Group unter die besten 250. Als Geschäftsmodell gewinnt E-Commerce immer stärker an Bedeutung.

Key Findings

  • Top 250 Einzelhandelsunternehmen erzielen gesamt einen Umsatz von 4,31 Billionen US-Dollar
  • Wal-Mart ist weltweit größter Einzelhändler – insgesamt 6 US-Unternehmen in den Top 10
  • Zwei österreichische Unternehmen unter Top 250: Spar auf Platz 95 und XXXLutz auf Platz 204
  • E-Commerce gewinnt immer stärker an Bedeutung


Wien, 17. Januar 2017 – Die Top 250 Einzelhändler der Welt kommen laut Deloitte Studie zusammengerechnet auf einen Umsatz von 4,31 Billionen US-Dollar und eine Nettogewinnspanne von 3 %. Wal-Mart bleibt trotz negativen Umsatzwachstums der weltweit größte Einzelhändler mit einem vier Mal höheren Umsatz als die zweitplatzierte Costco Corporation. Auch Platz Drei ist mit The Kroger in amerikanischer Hand. Auf Platz Vier findet sich die Schwarz Unternehmenstreuhand mit Unternehmen wie Lidl und Kaufland. Aldi komplettiert am achten Platz die starke deutsche Präsenz in den Top 10. Aufgestiegen auf Platz Zehn ist Amazon, was die wachsende Bedeutung des Online-Segments widerspiegelt.

„Der Aufstieg von Amazon ist Zeugnis des sich derzeit vollziehenden Paradigmenwechsels“, erklärt Orsolya Hegedüs, Partnerin im Bereich Financial Advisory bei Deloitte Österreich. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Unternehmen verstärkt online aktiv werden. In den Geschäften wiederum wird das Kauferlebnis immer wichtiger – die gestiegenen Kundenerwartungen stellen die Branche vor große Herausforderungen.“

Deutsche Einzelhändler mit starkem Wachstum
Wal-Mart ist global unangefochtener Spitzenreiter mit einem Umsatz von 482,1 Milliarden US-Dollar. Dennoch musste das Unternehmen zum ersten Mal seit 1970 einen Umsatzrückgang hinnehmen – ganz anders als die deutsche Schwarz Unternehmenstreuhand, die trotz des schwachen Euros im Geschäftsjahr 2015 kräftig zulegen konnte. Mit 94,5 Milliarden US-Dollar Umsatz lag der Konzern deutlich vor seinem Mitbewerber Aldi mit geschätzten 82,2 Milliarden US-Dollar. Unter den Top 100 finden sich auch die deutschen Handelsgrößen Metro (Platz 13), Edeka Group (18), Rewe Combine (22) und Otto (92).

Zwei österreichische Unternehmen unter den Top 250
Aus Österreich ist die Spar Holding mit Platz 95 unter den besten 100 vertreten. Im Finanzjahr 2015 erzielte Spar einen Umsatz von etwa 10 Milliarden US-Dollar. Die XXXLutz Group schafft es als zweites österreichisches Unternehmen mit Platz 204 in das Ranking und erwirtschaftete einem Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar.

„Es ist beachtlich, dass sich zwei österreichische Unternehmen in der hart umkämpften internationalen Branche behaupten können. Vor allem die Top 100 Platzierung von Spar zeigt den hohen Stellenwert des Einzelhandels in Österreichs Wirtschaft“, betont Orsolya Hegedüs.

E-Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung
Der Onlinehandel ist ein großer Wachstumstreiber und verändert die Geschäftsmodelle nachhaltig. Viele große Einzelhandelsunternehmen setzen bereits auf Online: 80 % der 50 größten Onlinehändler sind auch in den Top 250 vertreten. Angeführt wird die Liste von Amazon, JD.com und Apple. Aus Deutschland sind Otto (Platz 6), Zalando (15) und Metro (30) unter den erfolgreichsten E-Retailers vertreten.

Über die Studie
Der Deloitte Report „Global Powers of Retailing“ listet die Top 250 Einzelhandelsunternehmen auf Basis ihres Umsatzes im Finanzjahr 2015. Die Daten stammen zum Großteil aus den jährlichen Geschäftsberichten und anderen Informationsquellen der Unternehmen. Veränderungen im Ranking werden ausschließlich von den jeweiligen Umsatzzahlen bestimmt. Eine starke Währung gegenüber dem US-Dollar kann dazu führen, dass Unternehmen, die in einer anderen funktionalen Währung als dem US-Dollar berichten, besser im Ranking dargestellt sind.

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