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Deloitte European Powers of Construction Report

Strabag und Porr unter den Top 50 der umsatzstärksten Bauunternehmen Europas

Die vierzehnte Ausgabe des Deloitte Reports European Powers of Construction (EPoC) gibt einen zuversichtlichen Ausblick in die Zukunft. Berücksichtigt wurden dabei die Markposition und Performance der Unternehmen hinsichtlich Umsatz, Marktkapitalisierung, Internationalisierung, Diversifizierung, Rentabilität, Verschuldung und andere Finanzkennzahlen. Die Analyse der europäischen Baubranche zeigt, dass trotz des im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkenen Gesamtumsatzes kein Anlass zur Sorge besteht.

Dies bestätigt auch Alexander Hohendanner, Partner bei Deloitte Österreich: „Die Baubranche hat sich im Gesamtblick auf hohem Niveau stabilisiert. Vor allem die gute Marktentwicklung in Frankreich, Schweden und Österreich konnte negative Performances wie die Großbritanniens ausgleichen.“

Strabag und Porr vorne mit dabei

Die beiden österreichischen Konzerne Strabag und Porr belegen auch heuer wieder respektable Plätze im Ranking der 50 umsatzstärksten Bauunternehmen.  Während sich die Strabag auf Platz 6 halten kann, konnte sich Porr gemäß der aktuellen Deloitte Studie in diesem Jahr um drei Plätze steigern und befindet sich auf Rang 22.

„Trotz leicht rückläufiger Erträge konnten wir bei Österreichs Baubranche insgesamt einen deutlichen Anstieg des Börsenwerts beobachten“, ergänzt Alexander Hohendanner. „Listet man die europäischen Bauunternehmen nach ihrem Börsenwert, so konnte die Strabag mit einer Marktkapitalisierung von 3,452 Milliarden Euro sogar vier Plätze dazugewinnen.“

Wenig Bewegung im Spitzenfeld


Vergleicht man die Topplatzierungen mit dem Ranking aus dem Jahr 2015, findet man kaum Veränderungen vor. Frankreich belegt mit VINCI SA nicht nur den ersten Platz, sondern ist noch mit zwei weiteren Bauunternehmen in den Top 5 vertreten. Großbritannien ist mit 13 Unternehmen auch in diesem Jahr wieder der quantitative Spitzenreiter in den Top 50 der umsatzstärksten Bauunternehmen, gefolgt von Spanien und Schweden.

Global betrachtet haben nach wie vor chinesische Konzerne die Nase vorn: die vier größten Bauunternehmen der Welt befinden sich in China, aber auch Frankreich und Japan sind beim globalen Ranking gut vertreten.

Stabile Investitionen und anhaltender Trend zur Internationalisierung

Bis heute haben, von wenigen Ausnahmen wie Luxemburg abgesehen, die Investitionen das Niveau zu Zeiten vor der Finanzkrise noch nicht erreicht. Trotzdem kann man insgesamt von stabilen Investitionen für Bauprojekte innerhalb der EU sprechen. Gemäß EPoC ist außerdem ein anhaltender Trend zur Internationalisierung zu beobachten. Im Jahr 2016 generierten die 20 größten Unternehmen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze außerhalb des jeweiligen Heimatsmarktes.

Die Zukunftsaussichten sind durchaus positiv, neben kontinuierlichem Wachstum kann auch eine Steigerung des Investitionsniveaus für Bauprojekte erwartet werden. Insgesamt lassen die Ergebnisse des EPoC-Reports darauf schließen, dass Europas Baubranche auf einem guten Weg ist.

 

Top 10 der umsatzstärksten europäischen Bauunternehmen

Rang

Unternehmen

Land

Umsatz 2016 (EUR)

1

Vinci SA

Frankreich

38,073 Mrd.

2

ACS SA

Spanien

31,975 Mrd.

3

Bouygues SA

Frankreich

31,768 Mrd.

4

Skanska AB

Schweden

15,352 Mrd.

5

Eiffage SA

Frankreich

14,307 Mrd.

6

Strabag SE

Österreich

12,400 Mrd.

7

Ferrovial SA

Spanien

10,759 Mrd.

8

Balfour Beatty PLC

Großbritannien

10,596 Mrd.

9

Koninklijke BAM Groep NV

Niederlande

6,976 Mrd.

10

Carillion PLC

Großbritannien

6,363 Mrd.

 

European Powers of Construction 2015

Den Deloitte European Powers of Construction Report 2015 finden Sie hier

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