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Spendenabsetzbarkeit

Neuerungen ab 1. Jänner 2017

Um das Spenden attraktiver zu machen wurde in Österreich 2009 deren Absetzbarkeit eingeführt. Mit Erfolg, denn bereits jeder dritte Spenden-Euro wird steuerlich geltend gemacht. Die Regeln für die Spendenabsetzbarkeit ändern sich jedoch mit 1. Jänner 2017, ab diesem Stichtag können nicht mehr die Steuerpflichtigen selbst ihre Spenden als Sonderausgaben geltend machen. Sondern die spendenbegünstigten Organisationen müssen die erforderlichen Daten aller erhaltenen Spenden sammeln und diese verschlüsselt an die Finanzbehörden weiterleiten. „Das bedeutet einen enormen Mehraufwand – gerade für kleinere Spendenorganisationen“, bekräftigt Friedrich Möstl (Deloitte Styria). Zudem sieht der Vereinsexperte ein Informationsdefizit auf Seiten der Spender. „Dabei ändert sich für die Spender mit 1. Jänner 2017 einiges. Sie müssen künftig den Empfängerorganisationen den Vor- und Nachnamen sowie das Geburtsdatum bekannt geben, wenn sie ihre Spenden steuerlich absetzen wollen.“

Die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst:

  • Die „Spendenabsetzbarkeit NEU“ tritt mit 1. Jänner 2017 in Kraft
  • Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum des Spenders müssen angegeben werden
  • Anonyme Spenden sind weiterhin möglich, können aber nicht steuerlich geltend gemacht werden
  • Abgesetzt werden können alle Spenden an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen (die gesamte Liste ist unter „Spendenservice“ auf https://service.bmf.gv.at abrufbar)
  • Die Spender-Daten werden von den Spendenorganisationen verschlüsselt übertragen, um den Datenschutz zu gewährleisten
  • Je nach Steuerklasse bekommen Spender auch weiterhin zwischen 25-55% vom Finanzamt zurück

Für weitere Informationen zum Thema und eine umfassende Beratung melden Sie sich bitte gerne bei uns.

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