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Brexit 2025

Eine stra­te­gi­sche Szenario­analyse

Wir schreiben das Jahr 2016. Das Undenkbare ist eingetreten – das Vereinigte Königreich ist nicht länger Teil der Europäischen Union. Welche Entwicklungschancen und Hindernisse werden deutsche Unternehmen nach einem Brexit in den kommenden Jahren vorfinden? Blicken wir in die Zukunft und befragen einige Wirtschaftslenker persönlich. Hier sind 4 mögliche Lageberichte aus dem Jahr 2025.

It’s 2016. The unthinkable has happened – the UK is no longer part of the European Union. What form will the relationship with the UK take? How will the EU develop? And what opportunities and challenges will emerge for German companies from this new setting? Let’s look into the future and ask some business leaders for their personal experiences. Here are four possible status reports from the year 2025.

Was sind plausible Szenarien für die Zukunft?

Szenario 1: Alle zurück auf los

Die Staaten in Europa einigen sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: Freier Handel. Eine Welt ohne den Euro aber zumindest mit einer gemeinsamen Zollunion. Die deutsche Industrie leidet unter dem Diktat von Standards und Richtlinien der großen Wirtschaftsräume USA und China.

Szenario 2: Die europäische Föderation

Mit dem Wegfall des Blockierers UK kommt der europäische Integrationsprozess wieder in Schwung. Der Binnenmarkt bleibt erhalten und zügig geschlossene Abkommen regeln den freien Handel mit UK; Unternehmen profitieren von den ersten Erfolgen der Strukturreformen aus der Sparpolitik in den Südstaaten und der zunehmenden Kaufkraft in der EU.

Szenario 3: Die europäische Festung

Mit UK ist eine starke Stimme für die europäische Sparpolitik weggefallen – in Kerneuropa setzten sich die Befürworter der Transferunion nach innen und dem Protektionismus nach außen durch. Exportnationen leiden unter den Schutzzöllen mit UK; Unternehmen befürchten zu hohe Kosten am Standort Deutschland.

Szenario 4: Der geplatzte Traum

Das Projekt der europäischen Integration ist gescheitert und die Nationalstaaterei zurück. UK, Paris und Berlin konzentrieren sich jeweils auf bilaterale Abkommen mit den größten Wirtschaftsräumen - allerdings aus außenpolitisch geschwächten Positionen. Multinationale Unternehmen leiden unter der politischen Instabilität.

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