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Studie – Steuern und Transparenz in Konzernabschlüssen

Österreichische Unternehmen machen vergleichsweise wenig freiwillige Angaben zu ihrer Tax Governance und Steuerstrategie

Die aktuellen Initiativen der OECD, das steigende politische Interesse und das vermehrte Interesse der Öffentlichkeit machen steuerliche Transparenz für multinationale Unternehmen immer wichtiger. Tatsächlich werden nicht nur die Anforderungen für in Konzernabschlüssen verpflichtende Angaben detaillierter, auch gibt es einen internationalen Trend zu immer mehr freiwilligen Angaben zur Steuerposition.

Deloitte hat die Konzernabschlüsse 2014 und 2015 von 243 börsennotierten Unternehmen in Österreich (20 ATX-Unternehmen) und anderen nordwesteuropäischen Ländern untersucht. Dabei wurde analysiert, ob und in welchem Ausmaß in den Konzernabschlüssen Angaben zu verschiedenen steuerrelevanten Themen gemacht wurden.

Key Findings:

  • Tax Governance – 59% der untersuchten Unternehmen machen Angaben zu ihrer Steuerpolitik, in Österreich lediglich eine Unternehmensgruppe
  • Tax Policy/ Strategie – 32% der untersuchten Unternehmen (darunter zwei österreichische) machen Angaben zur unternehmensweiten Steuerstrategie
  • steigender Trend, die Verwendung von Steueroasen transparent zu machen
  • Gezahlte Steuern – 76% der untersuchten Unternehmen haben (teilweise) Angaben zu den gezahlten Steuern getätigt. Darunter auch der Großteil der österreichischen Unternehmensgruppen

Außerdem wurden Daten zur geografischen Analyse der gezahlten Steuern, zu unsicheren Fällen der Besteuerung und zur Effective Tax Rate erhoben. Bei den verpflichtenden Angaben zur Steuerposition liegen österreichische Unternehmen im Mittelfeld. Im Vergleich zur Peer-Gruppe machen österreichische Unternehmens¬gruppen verhältnismäßig wenige Angaben zu ihrer Steuerpolitik und -position.

Weitere spannende Erkenntnisse lesen Sie in der Deloitte Tax Transparency Studie 2016.

Studie Tax Transparency
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