Artikel

Deloitte European CFO Survey 2019

Geopolitik und Fachkräftemangel trüben die Stimmung österreichischer CFOs

Steigender Protektionismus, ein möglicher harter Brexit sowie der scheinbar allgegenwärtige Fachkräftemangel trüben aktuell die Stimmung in den österreichischen Finanzabteilungen. Im Rahmen der European CFO Survey 2019 wurden rund 1.500 Finanzvorstände zu ihren Einschätzungen und Erwartungen befragt. Das Ergebnis zeigt: Europäische sowie österreichische CFOs blicken der Zukunft mit sinkendem Optimismus entgegen. Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit zeigen sich die heimischen CFOs für das eigene Unternehmen zuversichtlich. Rund 51 % der österreichischen Befragten rechnen mit einer Umsatzsteigerung in den kommenden Monaten, ein Viertel geht davon aus, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen wird.

Geopolitische Unsicherheiten bereiten Kopfzerbrechen

Die größten Risiken für die Weltwirtschaft sehen Österreichs CFOs in der globalen Zunahme von Protektionismus und Populismus, vermehrten Cyber-Angriffen auf Unternehmen und der bestehenden Gefahr eines harten Brexits, mit dem 61 % der österreichischen Befragten rechnen. 49 % der heimischen Finanzvorstände halten außerdem eine erneute Krise der Eurozone für wahrscheinlich.

Fachkräftemangel als Risiko

64 % der österreichischen CFOs nennen den anhaltenden Fachkräftemangel als großes Risiko. Um diesen Mangel entgegenzuwirken, setzen österreichische Finanzvorstände bereits im Vorjahr auf die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds und zogen eine erhöhte Automatisierung und die Ausweitung des Arbeitskräftepools in Betracht.

Moderne Technologien als Antwort auf Wirtschaftsabschwung

Heimische CFOs setzen einem möglichen Rückgang des globalen Wachstums vor allem moderne Technologien entgegen. Im Rahmen der aktuellen Umfrage geben 36 % der Unternehmen an, bereits moderne Technologien, wie Predictive Analytics und Cloud Computing, zu verwenden. Ebenso werden von 34 % der Befragten die Wertschöpfungskette neu bewertet bzw. angepasst und neue Kreditmöglichkeiten geschafft. Als zukünftige Maßnahmen sind vor allem die Diversifizierung der Finanzierungsquellen (59 %) sowie eine Vergrößerung des Kundenstamms bzw. eine Fokussierung auf andere Regionen und Segmente (56 %) geplant.

Zahlreiche weitere Details und Insights zur Stimmungslage europäischer Finanzvorstände finden Sie im European CFO Survey für das Q1 2019 sowie den Länderergebnissen. Die Österreich-Ergebnisse haben wir seperat für Sie aufbereitet.

Der Fachkräftemangel ist auch in Ihrem Unternehmen Thema? Werden Sie aktiv, wir unterstützen Sie gerne effektiv bei der Suche nach Talenten. Bei Fragen zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren, unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

War der Artikel hilfreich?