Zeitmanagement CFOs

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Zeitmanagement für CFOs in der Startphase

Deloitte Studien und Erfahrungen aus der Begleitung von CFOs zeigen drei essentielle Bereiche auf, die ein neu ernannter CFO in der Startphase managen sollte: Zeit, Talente und Beziehungen. Von diesen drei Punkten stellt Zeit die unwiederbringliche Ressource dar. Daher sollte dem Zeitmanagement besonderes Augenmerk geschenkt werden - sowohl in einer Startphase als auch danach.

Warum? Die Flut an Themen, die auf den Tisch eines CFOs landen, können schnell überfordern. Als neues Mitglied in der Geschäftsführung müssen Sie ein Gespür für Prioritäten der Organisation entwickeln und gleichzeitig den laufenden Betrieb aufrechterhalten. 60-80 Wochenstunden sind keine Seltenheit, da neue CFOs in zahlreiche Meetings eingeladen werden und gleichzeitig in persönlichen Gesprächen die Erwartungen der Personen und Abteilungen im Unternehmen in den Griff bekommen müssen. In dieser Ausgabe von CFO Insights dreht sich alles um das Thema Zeit, und wie Sie in den ersten sechs Monaten als CFO effizient damit umgehen.

Prioritäten, Chancen und Fortschritt

Übergangsphasen sind  selbst für eingesessene Manager herausfordernd. Um Erfolgreich zu sein, sollten Sie sich auf vier Schlüsselbereiche konzentrieren um ihr Zeitmanagement unter Kontrolle zu halten.

#1: Setzen Sie einen realistischen Zeitrahmen

Bekannte Wirtschaftsbücher erzeugen oft die Erwartung an einen 90 oder 100-Tage Plan. Wenn Sie nicht gerade einen Notfall behandeln ist dies aber keinesfalls ein ausreichender Zeitrahmen, um in den wichtigen Themen substantielle Fortschritte erzielen zu können. Wir sehen oft CFOs, die in ihrer Anfangsphase sofort in eine Richtung gezogen werden – zB Themen der Regulierung  Neuverhandlung von Covenants und Klärung von Refinanzierungsfragen – statt die Möglichkeit zu bekommen, sich Gedanken über einen breiter angelegten Finanzplan zu machen. Rechnen Sie mit sechs Monaten für die gewünschten, greifbaren Ergebnisse.

#2: Bauen Sie Verbindungen mit Key Stakeholdern auf

Gute Beziehungen mit Key Stakeholdern machen es einfacher, die eigene Agenda voranzubringen. Es ist daher wichtig, sich Zeit zum Aufbau von persönlichen Beziehungen zu nehmen und die Bedenken und Bedürfnisse der Stakeholder kennenzulernen. Nehmen Sie sich in der ersten Phase Zeit, sich im Haus umzuhören und die entsprechenden Kontakte aufzubauen.

#3: Entwickeln Sie drei bis fünf Kernprioritäten

Entscheiden Sie sich für Ihre Top-Prioritäten und machen Sie in diesen Bereichen in den ersten sechs Monaten sichtbare Fortschritte. Bereiten Sie diese Themen für einen „Elevator-Pitch“ vor, indem Sie sie auf den Punkt gebracht formulieren.

#4: Kontrollieren Sie den Fortschritt

Machen Sie nach 30-45 Tagen einen kurzen Check. Überprüfen Sie, womit Ihr Team die Zeit verbringt und welche Aufgaben gestoppt werden müssen. Sagen Sie unproduktive Meetings und weniger wichtige Projekte ab und befreien Sie sich und Ihr Team von diesen Themen um sich auf die wichtigsten Bereiche zu konzentrieren.

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