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Digital Twins: Grenzenlos vernetzt

Digitale Kopien physischer Objekte und Prozesse als Baustein intelligenter Digitalisierung

Digitale Kopien von Produkten, Prozessen oder Diensten werden in der nahen Zukunft die reale und die virtuelle Welt noch viel stärker miteinander verbinden. Das zeigt die aktuelle Deloitte Studie „Grenzenlos vernetzt: Smarte Digitalisierung durch IoT, Digital Twins und die Supra-Plattform“. Experten prognostizieren einen Anstieg der Internet-of-Things-(IoT)-Endpunkte auf über 20 Milliarden weltweit. 4,5 Milliarden dieser Endpunkte werden gemäß Schätzung auf Europa entfallen, 80 Millionen auf Österreich.

Digital twins - The future is now
Auch jetzt gibt es sie bereits: digitale Kopien physischer Objekte, Prozesse oder Dienste. Allerdings findet man sie heute überwiegend in der Produktion, im Anlagenbau oder bei „High Value Assets“. Mit der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche werden Digital Twins zukünftig auch im Alltagsleben der Verbraucher eine immer größere Rolle spielen. „Digital Twins können in vielen Bereichen einen erheblichen Mehrwert schaffen. Sie sorgen für größere Effizienz, Transparenz und Flexibilität. Außerdem mindern sie wirksam Risiken und sichern Qualität“, erkärt Werner Kolarik, Partner bei Deloitte Digital in Österreich.

IoT als Investitionsziel Nummer eins
Gemäß der Befragung durch Deloitte Experten sehen die österreichischen CIOs mit 88 % im Internet-of-Things das Investitionsziel Nummer eins. Bis 2020 wird es geschätzt weltweit mindestens 20 Milliarden IoT-Endpunkte geben. Etwa 4,5 Milliarden davon werden sich in Europa finden, 80 Millionen in Österreich. Über diese Endpunkte können Digital Twins mit Daten versorgt werden. Das macht sie zu Bausteinen der intelligenten Digitalisierung.

Digital Twins – Einsatz auch im Alltag
Der Digital Twin braucht vier Dinge: Sensoren, Konnektivität, definierte Datenstrukturen und ein User Interface für die Datenvisualisierung. Digitale Zwillinge können überall dort eingesetzt werden, wo es vernetzte Objekte, wie zum Beispiel Produktionsroboter, Windkraftanlagen oder Flugzeugtriebwerke gibt.

Konkret werden digitale Zwillinge schon bei Smart Homes, Connected Cars oder im Gesundheitswesen angewandt. Es mangelt aber noch an anschaulichen Beispielen für den Verbraucher. „Den Nutzen eines digitalen Zwillings kann man zum Beispiel bei einer virtuellen Probefahrt erleben. Mit dem Digital Twin werden realistische Fahrmanöver im Grenzbereich simuliert oder über Virtual Reality visualisiert“, so Kolarik.

Chancen und Hürden
Zukünftig werden Anwendungen für Verbraucher an Bedeutung gewinnen. Beispiele sind gemäß Studie die intelligente Verkehrssteuerung in der Smart City oder vernetzte Messgeräte für Diabetespatienten. „Aus der Digitalisierung ergeben sich völlig neue Nutzungsszenarien und Geschäftsmodelle, die wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Mehrwert möglich machen“, analysiert Mikhail Arshinskiy, Director bei Deloitte Digital.

Eine Hürde für die Etablierung der Digital Twins stellt das noch stark fragmentierte IoT-Ökosystem mit den vielen Einzelanwendungen sowie geschlossenen Plattformen und Datensilos dar. Laut Deloitte braucht es eine offene Plattform, mit der echter digitaler Nutzen geschaffen werden kann. Kundenerfahrungen lassen sich dann nahtlos über die Schnittstellen hinweg optimieren. „Die Implementierung einer übergreifenden Plattform ist eine globale Mammutaufgabe. Diese kann nur im Zusammenspiel der großen Playern aus Wirtschaft, Technik und Politik bewältigt werden“, so Werner Kolarik abschließend.

Studie Grenzenlos vernetzt
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