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Die System-Dienstleister kommen

Strom, Mobilität und Wärme in Kombination

Die österreichischen Experten auf dem Branchentreff Epcon (April 2014 in Mauerbauch bei Wien) sind sich einig: Es hat bereits eine weitere Verschärfung der Wettbewerbssituation in der Energiewirtschaft stattgefunden. Diese betrifft wohl nicht nur die Energieversorger, sondern auch energieintensive Unternehmen, deren zunehmender Wettbewerb fordert ein tiefes Kundenverständnis sowie kooperative Angebote und Energielösungen.

Viele Unternehmen sind gerade in der Transformation von einer Energieträger-Strategie hin zu einer Service-Strategie mit den Eckpfeilern:

  • Personalmanagement
  • IT-Management
  • Service-Organisation
  • Kundenmanagement
  • Produktmanagement
Von Energieträger-Strategie hin zu Service-Strategie

Die Marktsituation ist bereits heute in einem stark umkämpften Lösungswettbewerb angelangt. Mit diesem Schritt haben sich überregionale Angebots- und Vertriebsformen durch teils neue Marktteilnehmer etabliert. Es hat ein Energie-Markteintritt branchenfremder Unternehmen stattgefunden beispielsweise aus dem Bereich Handel. Nun geht es darum mit einem geringeren Energieverbrauch und einer höheren Energieeffizienz die dezentrale Energieerzeugung (z.B. Kleinwind, Solarenergie, Mini-BHKW) und neue ‚virtuelle‘ Verbundlösungen mit technischen und kommerziellen Energiemanagement-Lösungen (z.B. Speicher, Direktvermarktung) zu verbinden.

Markteintritt branchenfremder Unternehmen

Eine „Multi-Versorgungssicherheit-Denken“ beherrscht den Markt. Wie können Sorglos-Pakete für den Kunden in Sachen Strom, Wärme und Mobilität geschnürt werden und wie kann man von den Erfahrungen anderer profitieren? Eine Lösung stellt die Managementalternative Coopetition dar. Dies bedeutet, dass  Wettbewerber gemeinsam an Lösungen arbeiten und sich so in eine Branchenkonvergenz begeben, von der beide Seite profitieren. Sie öffnen Ihre Organisationen für die Suche nach der neuen Kernkompetenz, erbringen Business Services (z.B. Einkauf, Rechnungswesen oder Abrechnung) gemeinsam in Shared Services und positionieren sich im Markt als Systemdienstleister für alle Fragen rund um die Energiezukunft.

Deloitte Österreich kennt die Fallstricke in diesem Transformationsprozess von steuerlichen Fragen, über die Berechnung eines Business Cases, die Auswahl der richtigen Partner bis hin  zu Methoden  personalwirtschaftlichen Themen. Coopetiton als unternehmerische Chance zu begreifen ist eine Herausforderung. Diese sechs Punkte können Ihnen helfen: 

  1. Von anderen Branchen lernen, bringt neue Sichtweisen – seien Sie offen!
  2. USP bewahren ist notwendig – was ist meine Kernkompetenz und wo sind die Grenzen!
  3. Kooperieren und den Kuchen größer machen – sprechen Sie aktiv über Cross-Selling!
  4. Spielregeln sind wichtig, schaffen Verbindlichkeit – treffen Sie schriftliche Vereinbarungen!
  5. Systemdienstleistungen erfordern eine serviceorientierte Organisation – arbeiten Sie an der Bereitschaft Ihrer Kunden Sie weiterzuempfehlen !
  6. Kooperative Kompetenz als Schlüsselqualifikation von jungen Führungskräften – suchen Sie Ihre Talente gezielt aus evtl. sogar aus anderen Branchen!

 

Eine „Multi-Versorgungssicherheit-Denken“ beherrscht den Markt. 
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