Next Generation Survey

Analysen

Deloitte Next Generation Survey 2018: Innovative Nachfolgegeneration bei Familienunternehmen

Österreichs Betriebe setzten auf Innovation durch Kooperation, Akquisition und Digitalisierung

Die aktuelle Trendanalyse „Deloitte NextGen Survey 2018“ ergibt, dass heimische Familienunternehmen näher am Puls der Zeit sind, als man ihnen zutraut. Bei einer weltweiten Befragung von 575 designierten Nachfolgern in Familienbetrieben zeigte sich, dass Innovation bei der österreichischen Nachfolgegeneration der Führungskräfte groß geschrieben wird. Die Top-Trends sind dabei Innovation durch Kooperation, Akquisition oder Digitalisierung.

Familienbetriebe am Puls der Zeit

Im Rahmen der aktuellen Studie zur Nachfolgegeneration von Familienunternehmen zeigte sich: die österreichischen Befragten legen einen überdurchschnittlich hohen Wert auf das Thema Innovation. Folgende Top-Trends zeichnen sich in diesem Zusammenhang ab:

  • Innovation durch Kooperation: 62 % der heimischen Befragten sind vom innovativen Mehrwert von Unternehmenskooperationen überzeugt.
  • Innovation durch Akquisition: 77 % wollen zukünftig auf Akquisitionsgeschäfte setzen.
  • Innovation durch Digitalisierung: 85 % haben eine eigene digitale Strategie. 


Friedrich Wiesmüllner, Partner und Family Business Leader bei Deloitte Österreich, erläutert im nachfolgenden Interview die wichtigsten Herausforderungen und Handlungsfelder für Familienunternehmen in Österreich.

Laut NextGen Survey 2018 sind die österreichischen Familienunternehmen innovativer als ihr Ruf. Woher kommt diese Innovationskraft?

Die Familienunternehmen nutzen ihre Flexibilität und setzen gleich auf mehreren Ebenen an. Ein wichtiger Hebel stellt zum Beispiel die überbetriebliche Zusammenarbeit dar. Laut Studie glauben 62 % der Befragten aus der Nachfolgegeneration an den innovativen Mehrwert von Kooperationen. In Österreich wird besonders oft mit wissenschaftlichen Organisationen kooperiert. Diese Entwicklung stellt die Unternehmen aber auch vor Herausforderungen. Denn der zunehmend schnelle Wandel macht kurzfristige Kooperationen notwendig. Vielen Betrieben fällt es schwer, in kurzer Zeit das nötige Vertrauen aufzubauen. Sie sind langfristige und persönliche Beziehungen mit Geschäftspartnern gewohnt.

Laut Studie waren 85 % der österreichischen Befragten in den letzten drei Jahren an einer Unternehmensübernahme beteiligt. Welchen wirtschaftlichen Nutzen bringt das mit sich?

Für heimische Familienunternehmen sind Akquisitionen vor allem deshalb so interessant, weil sie dadurch aus dem begrenzten Heimatmarkt ausbrechen und neue Absatzregionen erschließen können. Davon profitiert in weiterer Folge auch die Innovationskraft. Dieser Trend wird sich in Zukunft fortsetzen und noch verstärken. Laut Umfrage halten 77 % der österreichischen Betriebe neue Akquisitionen für sehr wahrscheinlich. Damit liegen wir klar über dem weltweiten Durchschnitt von 38 %.

Wie sind die Familienunternehmen intern aufgestellt? Wo gibt es Verbesserungspotenzial?

Die heimischen Betriebe sind laut Studie auch bei internen Prozessen bereits gut aufgestellt. 85 % geben an, eine digitale Strategie zu verfolgen, die übrigen 15 % arbeiten zumindest an der Entwicklung einer solchen. Die digitalen Technologien kommen aktuell vorrangig bei der Prozessoptimierung und Kostenreduktion zum Einsatz. Aufholbedarf besteht eher bei der strategischen Ausrichtung. In der digitalen Transformation dürfen einerseits die Familienwerte nicht zu kurz kommen, andererseits muss man am Puls der Zeit bleiben. Externe Beratung kann den Unternehmen dabei helfen, die richtige Balance im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation zu finden.

Die vollständigen Ergebnisse der weltweiten Befragung sowie weitere Ausführungen zum Thema finden Sie in unserer Deloitte Studie: NextGen Survey 2018. Sollten Sie konkrete Fragen haben, was wir als Deloitte für Sie als Familienunternehmen tun können, um Sie bei der Umsetzung Ihrer innovativen Ideen optimal zu unterstützen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

NextGen Survey 2017:

Im Jahr 2017 steht das Thema Disruption im Mittelpunkt. Die Befragten rechnen mit einschneidenden Veränderungen, stellen sich aber selbstbewusst der Zukunft. Möchten Sie gerne mehr dazu lesen?
Die Studie zum Download finden Sie hier.

Next Gen Survey 2016:

Ein neuer Führungsstil, strategische Neuorientierung und höhere Risikobereitschaft – darauf setzt 2016 die neue Generation an Führungskräften. Wachstum und Innovation rücken in der Unternehmensstrategie in den Fokus. Möchten Sie gerne mehr dazu lesen?
Die Studie zum Download finden Sie hier.

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