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Deloitte M&A Deal Tracker Austria

Rückgang bei Transaktionen und anhaltender Trend zur Internationalisierung in Q1-3/2019

M&A-Transaktionen spielen für die österreichische Wirtschaft eine wichtige Rolle. Der „Deloitte M&A Deal Tracker Austria“ stellt die österreichischen M&A Transaktionen der ersten drei Quartale 2019 in den Mittelpunkt. Analysiert und interpretiert von unseren Expertinnen und Experten, zeigt die aktuelle Datenlage: der heimische Transaktionsmarkt verzeichnet einen Transaktionsrückgang. Zunehmende Internationalisierung, ein Fokus auf Unternehmen aus der Konsumgüterbranche und Deutschland als wichtigster Partner für M&A Deals in Österreich sind weitere spannende Beobachtungen.

M&A-Markt: Geopolitische Unsicherheiten sorgen für Transaktionsrückgang

Österreichs Unternehmen verhalten sich bei Investitionen zögerlich. Geopolitische Entwicklungen wie der bevorstehende Brexit, zunehmender Protektionismus und das erhöhte Risiko von Handelskonflikten führen zu einem Rückgang von 5 % bei der Anzahl an M&A-Deals in den ersten drei Quartalen 2019. Wurden im Vorjahr in diesem Zeitraum noch 255 Deals abgeschlossen, sinkt die Anzahl heuer auf 242.

Trend zur Internationalisierung hält an

Der deutlich spürbare Rückgang der Domestic Deals zeigt, dass der Markt zunehmend internationaler wird. Wurden 2008 noch 28 % aller Deals am österreichischen Markt zwischen heimischen Unternehmen abgeschlossen, waren es 2019 nur noch 22 %. Die Bedeutung internationaler Deals nimmt im Vergleich zu. Der relative Anteil von Outbound-Deals ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen und liegt jetzt bei 41 %. Inbound-Deals holen stärker auf und haben aktuell einen Anteil von 37 % an den Transaktionen.

Im Hinblick auf die internationalen Deals ist vor allem der EU-Markt von Bedeutung, insgesamt 67 % der In- und Outbound Deals werden innerhalb der EU abgewickelt. Aber auch hier macht sich der generelle Abwärtstrend bemerkbar, 2018 lag der EU-Anteil noch bei 75 %.

Deutschland weiterhin wichtigster M&A-Partner

Der deutsche Markt ist sowohl für Käufer, als auch für Verkäufer aus Österreich von besonderem Interesse. 60 Deals wurden allein in den ersten drei Quartalen 2019 mit Unternehmen aus Deutschland abgeschlossen. Deutsche Unternehmen sind somit an jeder dritten Transaktion am österreichischen M&A-Markt beteilig, wobei der Rückgang auch hier spürbar ist. So sank die Anzahl an Transaktionen mit deutschen Verkäufern im Vergleich der ersten drei Quartalen von 2018 und 2019 um 44 %. Das ist auf Länderbasis der mit Abstand größte verzeichnete Rückgang im Jahresvergleich.

Konsumgüterbranche als Top-Deal-Sektor

Auf Branchenebene zeigt sich, dass Unternehmen aus der Konsumgüterbranche und besonders aus der Hotellerie beliebte Targets sind. Auch österreichische Technologieunternehmen liegen bei ausländischen Käufern hoch im Kurs. Transaktionen im Industriebereich sind im Gegensatz dazu gesunken.

Strategische vs. Finanzinvestoren

Bei Outbound und Domestic Deals handelt es sich bei inländischen Käufern in 90 % der Fälle um strategische Investoren. Bei Inbound Deals gestaltet sich das Bild anders: Ein Drittel der ausländischen Käufer sind Finanzinvestoren.


Wenn Sie gerne mehr über den aktuellen M&A-Markt lesen möchten, finden Sie im „Deloitte M&A Deal Tracker Austria“ weitere Analysen unserer Expertinnen und Experten. Für konkrete Fragen stehen wir Ihnen als führender M&A-Berater selbstverständlich gerne zur Verfügung, zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren.

Domestic – Inbound - Outbound

Domestic: Sowohl Käufer als auch Zielunternehmen in Österreich beheimatet

Outbound: Bei Outbound-Deals tritt ein österreichisches Unternehmen als Käufer im Ausland auf

Inbound: Bei Inbound-Deals wird ein österreichisches Unternehmen von einem ausländischen Käufer übernommen

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