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Treasury Health Check

Wir stellen Ihr Treasury auf den Prüfstand

Ein hochgradig dynamisches Marktumfeld, die zunehmende Komplexität der Geschäftsaktivitäten sowie rechtliche, steuerliche und regulatorische Anforderungen stellen das Corporate Treasury stetig vor neue Herausforderungen. Der aufgrund dieser Rahmenbedingungen entstehende kontinuierliche Anpassungsbedarf bietet gleichzeitig die Chance für Treasury-Abteilungen, die bestehenden Organisationsstrukturen und Prozesse zu hinterfragen und zu optimieren.

Die Herausforderungen im Treasury

Aufgrund des hochgradig dynamischen Marktumfelds, der zunehmenden Komplexität der Geschäftsaktivitäten sowie der rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Anforderungen ist das Aufgabenspektrum des Treasury einem nachhaltigen Wandel unterzogen. Neben den Kernaufgaben wie der Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und effektiven Liquiditätssteuerung, der Identifikation sowie Steuerung finanzieller Risiken (Währungs-, Zins-, Rohstoff-, Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken) und Gewährleistung der Compliance, stehen je nach strategischer Ausrichtung des Unternehmens und der daraus abgeleiteten Ziele des Treasury weitere Aufgaben wie die Optimierung von Kapitalallokation und Finanzierungskosten sowie die Integration neuer Rechnungslegungsstandards (z.B. IFRS 9) zur Ausnutzung bilanzieller Spielräume im Fokus des Treasury.

Neben diesen vielschichtigen Herausforderungen befindet sich das Treasury dabei stets im Spannungsfeld zwischen der optimalen Ausrichtung an strategischen Themenstellungen einerseits und dem Erreichen operativer Exzellenz auf der anderen Seite. Beide Aspekte gilt es in optimaler Weise miteinander zu kombinieren.
 

Voraussetzung für die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und einer effektiven Liquiditätssteuerung ist die vollständige Transparenz hinsichtlich aller Kontosalden und Cash-Flows sowie eine aussagekräftige und verlässliche Planung zukünftiger Cash-Flows.

Ein effektives Instrument, um die Liquiditätsressourcen innerhalb eines Konzerns optimal zu nutzen und den externen Finanzierungsbedarf zu reduzieren, stellt das Cash Pooling dar. Bei der Konzeption und Einrichtung von konzernweiten Cash Pool-Strukturen gilt es insbesondere steuerliche, regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

Steuerrechtliche Entwicklungen wie die Initiative der OECD zur internationalen Bekämpfung von Gewinnkürzungen und Gewinn-verlagerungen („Base Erosion and Profit Shifting – BEPS“) sowie finanz-wirtschaftliche Themenstellungen, wie beispielsweise das aktuelle Niedrigzinsumfeld, sollten jedoch auch nach erfolgreicher Implementierung einer Cash Pooling-Struktur eng verfolgt werden. Insbesondere im Rahmen der aktuellen Diskussion um Negativzinsen stellt sich für das Treasury die Frage, welche steuerlichen Implikationen die Weitergabe von Strafzinsen an Konzernunternehmen hat und wie hinsichtlich des Fremdvergleichs-grundsatzes in Bezug auf die konzerninterne Verzinsung verfahren werden sollte.

Aufgrund dieser Entwicklungen sollte das Konzept einer zentralen Liquiditätssteuerung jedoch keinesfalls grundsätzlich in Frage gestellt werden, da eine schnelle und zuverlässige Reaktion auf Entwicklungen an den Finanzmärkten und Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen erst durch eine zentral aufgestellte Treasury-Organisation ermöglicht wird.

Die Rahmenbedingungen für das Finanzmanagement haben sich in den vergangenen Jahren auch aufgrund gestiegener Anforderungen an die Überwachung der Einhaltung von gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften erheblich verändert und erfordern von den Unternehmen oftmals ein Überdenken des bestehenden Risikomanagement-Ansatzes.

In Anbetracht erheblicher Volatilitäten an den globalen Finanzmärkten und der stetig zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen kommt der Identifikation und Steuerung finanzieller Risiken eine besondere Bedeutung im Treasury zu. Die Konzeption systematischer Ansätze und Verfahren zur Identifikation, Messung, Analyse und Steuerung von Währungs-, Zins-, Rohstoff-, Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken bildet dabei die Basis eines effizienten Risikomanagements.
Überdies befindet sich auch die bilanzielle Abbildung und Bewertung von Finanzinstrumenten in einem stetigen Wandel. Komplexe Bilanzierungs-vorgaben für Finanzinstrumente und gleichermaßen komplexe Anforderungen an deren finanzmathematische Bewertung erfordern die Konzeption und Umsetzung revisionssicherer Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Entwicklung und Validierung marktkonformer Bewertungsmodelle, sodass die bilanziellen Auswirkungen und Effekte jederzeit transparent und nachvollziehbar sind.

Die Ablösung des IAS 39 durch den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 9 bedeutet für Unternehmen jedoch nicht nur einen erhöhten Aufwand hinsichtlich des Umstellungsprozesses und eine umfangreiche Analyse der zu erwartenden praktischen Implikationen, sondern stellt zugleich auch eine Chance dar. So bietet die Umstellung auf IFRS 9 eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Insgesamt sind die neuen Regelungen im Vergleich zu IAS 39 weniger restriktiv, wodurch sich die Flexibilität der bilanziellen Abbildung ökonomischer Hedges für Unternehmen erhöht.

Die Berücksichtigung und korrekte Berechnungsmethodik von Kontrahentenausfallrisiken (CVA) und eigenen Ausfallrisiken (DVA) in Derivateportfolien spielt darüber hinaus nicht mehr nur für Banken eine enorme Rolle, sondern rückt auch bei Unternehmen immer stärker in den Prüfungsfokus. Zudem kann die korrekte Bewertung der Ausfallsrisiken bei Finanzinstrumenten zu positiven Effekten aus Bewertungsanpassungen in Bilanz und GuV führen und durch eine entsprechende Restrukturierung bzw. Einführung von Besicherungsverträgen lassen sich unter Umständen vorteilhaftere Konditionen beim Abschluss von Derivaten realisieren.

Nicht zuletzt erfordern effiziente Prozesse im Treasury eine stabile und möglichst homogene Systemlandschaft sowie weitestgehend automatisierte Prozessketten. Darüber hinaus sollte die IT-Systemlandschaft nicht nur den individuellen funktionalen Ansprüchen genügen, sondern zwingend auch revisionsseitigen Anforderungen entsprechen.

Der Treasury Health Check

Um diesen spezifischen Anforderungen und komplexen Fragestellungen an das Treasury gerecht zu werden, bedarf es einer an die unternehmensspezifischen Ziele angepassten Organisationsstruktur, effizienter Prozesse und eines geeigneten Target Operating Models. Durch ein passgenaues Target Operating Model lassen sich Zentralisierungs-, Automatisierungs- und Synergiepotentiale in optimaler Weise ausnutzen.

Im Rahmen des Treasury Health Checks stellen wir Ihre bisherige Treasury-Organisation sowie die Prozessabläufe auf den Prüfstand und entwickeln an Ihren unternehmensspezifischen Zielen ausgerichtete Lösungen, um gemeinsam mit Ihnen das Treasury als wertschaffende und effiziente Unternehmenseinheit zu etablieren.

Unser Treasury Health Check umfasst u.a. die folgenden Bereiche:
 

Analyse der Ausgangssituation
  • Identifikation der konkreten Anforderungen an das Unternehmens-Treasury unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells, der unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen und Themenstellungen
  • Identifikation der externen Anforderungen an das Unternehmens-Treasury unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen; dies erfolgt unter Einbindung unserer Expertinnen und Experten aus den Bereichen Tax, Audit und Legal
  • Detaillierte Untersuchung der bestehenden Treasury-Strukturen und -Prozesse sowie Richtlinien und ggf. bestehender Schnittstellenfunktionen (v.a. Controlling, Accounting)
 
Konzeption eines leistungsfähigen und passgenauen Treasury Target Operating Model
  • Gap-Analyse zur Identifikation potentieller Schwachstellen und Handlungsfelder sowie von Optimierungsmöglichkeiten auf Basis der im Vorfeld erfolgten Analyse
  • Ableiten der geeigneten strategischen und operativen Ausrichtung des Treasury (Target Operating Model) unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen und strategischen Vorgaben
  • Aufzeigen von Best-Practice-Ansätzen und marktüblichen Umsetzungen unter Berücksichtigung unternehmens- und branchenspezifischer Besonderheiten zur Standortbestimmung mit vergleichbaren Unternehmen
  • Dokumentation der identifizierten Ziel-Organisation, -Aufgaben und –Prozesse

 

Die Umsetzung
  • Nachdem die spezifischen Anforderungen und Fragestellungen an das Treasury im Rahmen eines leistungsfähigen und passgenauen Target Operating Model adäquat berücksichtigt und abgebildet wurden, gilt es nun, die operative Umsetzung der konzipierten Lösungsansätze nachhaltig zu gewährleisten.
  • Hierbei unterstützen wir Sie kompetent und zuverlässig u.a. mit unseren folgenden Beratungsleistungen:
    • Implementierung des konzipierten Target Operating Model und der damit verbundenen Organisations- und Prozessanpassungen
    • Erstellung der entsprechenden Treasury-Richtlinien sowie einer revisions- und prüfungssicheren Dokumentation von Prozess-abläufen
    • Monitoring und nachhaltige Verankerung der entwickelten Lösungen in Ihrer Treasury-Organisationsstruktur

Ihr Kontakt

Sascha Bakry

Sascha Bakry

Partner | Treasury | Deloitte Österreich

Sascha Bakry ist Partner im Bereich FSI Advisory sowie Corporate Treasury Advisory von Deloitte Österreich. Im Rahmen dessen unterstützt er Klienten in Zusammenhang mit Fragen aus den Bereichen Risiko... Mehr