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Alte Arbeitsweisen treffen auf neue Arbeitswelten

Was nun?

  • Führungskräfte verbringen zwischen 5 und 20 Stunden pro Woche damit, E-Mails zu lesen oder zu schreiben. Wertschöpfende Arbeit entsteht aber häufiger durch direkten Austausch.
  • WissensarbeiterInnen verbringen 1 Tag/Woche mit der Suche nach Informationen. In 50% der Fälle bleibt diese erfolglos. Diese Zeit könnte produktiver genützt werden.
  • Nur 4% aller Ideen entstehen am eigenen Arbeitsplatz. Trotzdem ist das traditionelle Konzept des eigenen Schreibtisches als primärer Arbeitsort weit verbreitet.

Das sind nur ein paar Beispiele für das Aufeinandertreffen von alten Arbeitsweisen und neuen Arbeitswelten. Unternehmen wie Mitarbeiter sind unsicher, wie mit diesen veränderten Rahmenbedingungen umzugehen ist und wo vielleicht eine andere, neue Gestaltung von Arbeit notwendig wäre.

Häufig sehen wir Lösungsversuche, die sehr kurz greifen und eher Symptome bekämpfen als auf die dahinterliegenden Ursachen zu schauen: Unternehmen stellen über Nacht keine E-Mails zu, um Fragen der Erreichbarkeit zu lösen. Andere verbieten Home Office, um sich nicht mit Fragen der Ergebnisorientierung auseinanderzusetzen. Mit einer Begrenzung der Personenanzahl im „cc“-Feld will man der E-Mailflut Herr werden. Mitarbeiter werden auf All-In und Vertrauensarbeitszeit umgestellt, um Problemen mit dem Thema Arbeitszeit aus dem Weg zu gehen.


All diese Maßnahmen stoßen aber recht bald auf Grenzen: Die Komplexität unserer „neuen Arbeitswelten“ ist zu hoch, als dass man auftretende Fragestellung über singuläre Maßnahmen bzw. einzelne Regelungen lösen könnte.

In dieser Phase der Konfusion und Unsicherheit geht es vor allem um eines: Lernen. Unternehmen wie Mitarbeiter müssen lernen, mit den veränderten Rahmenbedingungen umzugehen und das eigene, passende „neue Arbeiten“ gestalten, ausprobieren und leben. Dieses Lernen kann durch keine Regel, keinen Arbeitsvertrag und kein IT System ersetzt werden – es muss bei den MitarbeiterInnen, bei den Führungskräften und in der Gesamtorganisation stattfinden.
Wir haben mit Smart Working einen Ansatz entwickelt, mit dem wir Unternehmen auf dem Weg in ihre neue Arbeitswelt unterstützten. 

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