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Der Arbeitsplatz der Zukunft 

Wie digitale Techno­logie und Sharing Economy die Schweizer Arbeits­welt ver­ändern

Die vorliegende Studie untersucht die Trends in der Schweizer Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf den Arbeitsplatz der Zukunft.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Die Arbeitskräfte der Zukunft sind mobil und ortsungebunden
  • Die Arbeitskräfte der Zukunft sind selbständig
  • Home-Office auf dem Vormarsch
  • Coworking als zukunftsträchtige Ergänzung zum Home- Office
  • Schweizer Unternehmen setzen auf flexible Arbeitsplatzmodelle

 

Was sollten Unternehmen beachten?

Herausforderungen bei der Implementierung

Die Vorteile mobiler Arbeitsplatzmodelle sind zahlreich. Trotzdem führt deren Implementierung immer auch zu Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Werden keine Vorkehrungen getroffen oder keine Rahmenbedingungen gesetzt, kann es zu negativen Begleiterscheinungen kommen, wie etwa dem Verlust der Identifikation und Bindung zum Arbeitgeber. Es ist auch möglich, dass dadurch der soziale Austausch verloren geht.

Entscheidend sind deshalb die mit der Umsetzung einhergehenden Rahmenbedingungen. Es erscheint wenig sinnvoll, Mitarbeiter nur noch von zu Hause arbeiten zu lassen, da sonst die oben genannten Effekte auftreten können. Vielmehr sollte es eine Abstimmung im Team geben, wer wann wo ist, und wann alle anwesend sein müssen. Angezeigt ist eine geeignete Balance zwischen Anwesenheit und Abwesenheit. Ebenfalls von Vorteil kann es sein, flexible Arbeitsplätze im Unternehmen bestimmten Teams oder Abteilungen zuzuordnen, um deren Gemeinschaftsgefühl zu verstärken.

Umgang mit vertraulichen Daten

Ein ähnlicher Bedarf für Reglementierung besteht für Sicherheitsaspekte in Bezug auf vertrauliche Daten, beispielsweise wenn in Third Places gearbeitet wird. In diesem Fall müssen die Mitarbeiter darüber aufgeklärt bzw. darin geschult werden, welche Risiken auftreten können. Vertrauliche Telefonate sollten z.B. nur in abgetrennten Räumen durchgeführt werden, vertrauliche Dokumente nicht auf den Tischen liegen bleiben. Darüber hinaus sollten auch Vorkehrungen bezüglich öffentlicher Wi-Fi-Verbindungen getroffen werden (z.B. Verwendung eines VPN).

Büro als Wohlfühlraum

Durch den Übergang von fixen zu flexiblen Arbeitsplätzen sinkt die Bürofläche pro Mitarbeiter. Gleichzeitig ist eine Clean-Desk Policy unerlässlich, damit am nächsten Tag ein neuer Mitarbeiter den Arbeitsplatz benutzen kann. Umso wichtiger ist es, Wert auf die Einrichtung zu legen, und die beiden genannten Einschränkungen dadurch quasi zu kompensieren. Als Unternehmen sollte man versuchen, einen Ort zu kreieren, an dem sich die Mitarbeiter wohl fühlen, sei es beispielsweise durch die Einführung von Ruhezonen, Lounge-Bereichen oder Cafeterien. Ebenso wichtig ist die Einteilung eines Grossraumbüros in kleinere, abgetrennte Einheiten, damit die Mitarbeiter die nötige Ruhe für konzentriertes Arbeiten finden.

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