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Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat vom 28.06.2017

Die wichtigsten Punkte des Gesetzes für Sie zusammengefasst

Am 28. Juni 2017 wurde im Nationalrat das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat beschlossen. Damit besteht für viele Unternehmen Handlungsbedarf.

Die wichtigsten Punkte des Gesetzes sind hier für Sie kurz zusammengefasst:

  • In börsennotierten Gesellschaften und Gesellschaften mit mehr als 1.000 ArbeitnehmerInnen muss der Aufsichtsrat mit mindestens 30 % Frauen sowie mindestens 30 % Männern besetzt werden.
    Voraussetzung: Dieser muss zumindest sechs Mitglieder (Kapitalvertreter) zählen und die Belegschaft aus mehr als 20 % Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern bestehen.
  • Der Mindestanteil ist vom Aufsichtsrat insgesamt zu erfüllen. Widerspricht die Mehrheit der Aufsichtsratsmitglieder (KapitalvertreterInnen) oder die Mehrheit der gemäß § 110 ArbVG entsandten Aufsichtsratsmitglieder (ArbeitnehmervertreterInnen) spätestens sechs Wochen vor einer Wahl oder Entsendung der Gesamterfüllung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden, kommt es zu einer Sanktionierung. Dann muss der Mindestanteil für diese Wahl oder Entsendung von den KapitalvertreterInnen und den ArbeitnehmervertreterInnen getrennt erfüllt werden.
  • Das Gesetz tritt mit 1. Jänner 2018 in Kraft. Es ist auf Wahlen und Entsendungen in den Aufsichtsrat anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2017 erfolgen. Bestehende Aufsichtsratsmandate bleiben davon unberührt. Das Mindestanteilsgebot ist bei einem Nachrücken von vor dem 1. Jänner 2018 gewählten oder entsandten Ersatzmitgliedern zu beachten.

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