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Österreichs Führungskräfte im Aufgabenspagat

Leadership Pulse Survey 2020

In der Corona-Pandemie müssen Führungskräfte rasch auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren, die richtigen Prioritäten setzen und ihre Teams sicher durch die Krise steuern. Laut der Deloitte Leadership Pulse Survey 2020 werden dabei aber dem Zusammengehörigkeitsgefühl und der MitarbeiterInnenmotivation tendenziell zu wenig Beachtung geschenkt. Auch am Vertrauen in die eigene Belegschaft müssen viele Unternehmensvertreterinnen und -vertreter noch arbeiten. Trotz allem hat die Mehrheit jedoch ihre virtuellen Leadership-Qualitäten in den letzten Monaten unter Beweis gestellt – jetzt heißt es, die richtigen Schwerpunkte in der MitarbeiterInnenführung zu setzen.

Führungskräfte stehen derzeit mehr denn je auf dem Prüfstand. Aus diesem Grund hat Deloitte Österreich im September 2020 im Rahmen eines Pulse Survey 277 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in leitenden Funktionen aus ganz Österreich zum Thema Führung in Krisenzeiten befragt. Das Ergebnis: Vielerorts haben die Führungskräfte einen Aufgabenspagat zu meistern.

Leadership Pulse Survey 2020

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Die Key Findings der Studie

  • Unterschätzter Hebel: Nur 23 % der Führungspersonen nennen Sicherung des Zusammengehörigkeitsgefühls als Priorität in der Krise 
  • Zentraler Erfolgsfaktor: Für 66 % ist Vertrauen in die eigene Belegschaft essenziell für effektive Führung in Krisenzeiten
  • Virtuelle Fitness: Laut 72 % sind die Führungskräfte fit für virtuelle MitarbeiterInnenführung
  • Verstärkter Support: 57 % der Unternehmen wollen mehr Unterstützung für Führungskräfte anbieten

Führungspersonen müssen derzeit besonders vielen Erwartungen gerecht werden. Einerseits sind sie maßgeblich für das wirtschaftliche Überleben ihrer Unternehmen verantwortlich, andererseits sollen sie Orientierung geben und Innovation forcieren. Dieser Spagat ist nicht einfach.

Die Umfrage bestätigt: Für 54 % der befragten Unternehmensvertreterinnen und -vertreter hat das wirtschaftliche Fortbestehen jetzt oberste Priorität. Die Sicherstellung des Zusammengehörigkeitsgefühls (23 %) und der MitarbeiterInnenmotivation (26 %) sowie die Organisation der Zusammenarbeit (30 %) stehen hingegen weniger im Fokus. Dabei wären das wichtige Hebel.

Gerade in Zeiten des Lockdowns und verstärktem Home Office sollte der Teamgeist noch bewusster durch die Führung gestärkt werden. Das braucht es, damit im Unternehmen alle an einem Strang ziehen.

Lesen Sie hier, welche Faktoren beim Führen auf Distanz für ein Aufrechterhalten von Zugehörigkeit und Verbundenheit ausschlaggebend sind.

Theorie versus Praxis

Auch die Fähigkeit, Verantwortung abgeben zu können, ist laut Umfrage essenziell. Mit 66 % wird Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Abstand als wichtigste erforderliche Führungseigenschaft in Krisenzeiten genannt. Auch die Offenheit, Neues auszuprobieren, erachten 51 % der Befragten als sehr wichtig. In beiden Punkten herrscht in der Praxis jedoch Aufholbedarf.

Im eigenen Unternehmen ist das Vertrauen der Führungskräfte in die Kompetenzen anderer mit lediglich 23 % nicht besonders stark ausgeprägt. Auch bei der Experimentierfreude gibt es laut 37 % der Unternehmen noch Luft nach oben. Diese Eigenschaft wäre in der Krise besonders wichtig, um die angestrebte Innovation erfolgreich voranzutreiben.

Virtuelle Fitness

Die durch COVID-19 bedingte Verlagerung des Arbeitsalltags ins Home Office war für viele Unternehmen ein Kraftakt. Laut 72 % der Befragten sind die Führungskräfte in puncto virtueller MitarbeiterInnenführung jedoch ausreichend bis bestens vorbereitet. Mehr als die Hälfte gibt an, dass der interne Informationsfluss in der Corona-Krise erfolgreich aufrechterhalten und eine gute Verbindung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehalten wurde. Gerade den Umgang mit digitalen Kommunikationsformen haben viele Führungskräfte rasch gelernt und werden diese auch in Zukunft intensiv einsetzen.

Leadership auf Distanz sollte jedoch nicht auf die Fertigkeit im Umgang mit technologischen Tools reduziert werden. Technologie ist ein Hilfsmittel, um in Verbindung zu bleiben – für reale Verbundenheit braucht es mehr. Resilienz, Weitblick und Wertschätzung sind hier wichtige Attribute.

Verstärkter Support für Führungskräfte

In den letzten sechs Monaten wurden die Führungskräfte bei fast der Hälfte der befragten Unternehmen mittels E-Learnings, Webinaren und individuellen Coachings besonders unterstützt. In genauso vielen Fällen gab es jedoch kein spezielles Angebot. 57 % der Unternehmen wollen hier in Zukunft verstärkt Maßnahmen setzen. Dabei soll besonders auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden.

Die Corona-Krise wird noch länger andauern und die Führungsebenen weiter fordern. Den Unternehmen ist das laut der Umfrage auch weitgehend bewusst. Sie wollen nun verstärkt in individuelle Entwicklung und Begleitung der Führungskräfte investieren. Das ist der richtige Schritt um die Krise erfolgreich zu meistern.

Finden Sie hier weitere Informationen, wie Sie Ihre Führungskräfte unterstützen können:

  • Leadership Assessment: Nutzen Sie wissenschaftlich fundierte Methoden, um die Kompetenzen und Potenziale Ihrer Führungskräfte zu beurteilen
  • Leadership Development: Wir unterstützen Sie immer Ihrer individuellen Situation angepasst bei der Entwicklung von Führungspersönlichkeiten oder Führungsteams
  • Digital Leadership: Finden Sie heraus, wie Sie Ihre Führungskräfte gezielt zu Digital Leadern entwickeln können

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