Deloitte Millennial Survey 2019

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Die zerrissene Generation der Millennials

Deloitte Millennial Survey 2019: Millennials blicken immer pessimistischer in die Zukunft

Der aktuelle Deloitte Millennial Survey, der 2019 bereits in seiner achten Ausgabe erscheint, zeigt eine Generation, die immer sorgenvoller in die Zukunft blickt. Trotz globalen Wirtschaftswachstums und Expansion macht sich sowohl auf persönlicher als auch auf wirtschaftlicher und politischer Ebene eine Desillusionierung breit. Unter den 16.452 Befragten sind heuer erstmal auch 300 österreichische Millennials. Sie zeigen sich im internationalen Vergleich besonders pessimistisch.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Schwindendes Vertrauen in die Wirtschaft: Heimische Millennials im internationalen Vergleich deutlich skeptischer und mit größerem Sicherheitsbedürfnis
  • Soziale Verantwortung hoch im Kurs: Klimaschutz und Gleichstellung sind die größten Anliegen bei den Millennials
  • Bereit für die Zukunft und neue Arbeitsformen: 75 % der arbeitstätigen österreichischen Befragten glauben über jene Fähigkeiten zu verfügen, die für die Industrie 4.0 nötig sind
  • Social Media als Auslaufmodell: Die Mehrheit der Millennials sind der Ansicht, dass Social Media mehr Schaden als Gutes bringt

Auswirkungen für Unternehmen

Um für die Gruppe der Millennials als Arbeitgeber attraktiv zu werden bzw. zu bleiben, müssen sich Unternehmen den Bedürfnissen dieser Generation anpassen. Diese Maßnahmen können Sie konkret ergreifen, um bei der Suche nach Arbeitskräften die Nase vorn zu haben:

Deloitte Millennial Survey 2019

Schwindendes Vertrauen in die Wirtschaft

Die aktuelle Studie zeigt, dass das Vertrauen der Millennials in die Wirtschaft erschüttert ist. Österreichische Befragte sind wenig optimistisch, dass dich die politische und gesellschaftliche Situation im nächsten Jahr bessern wird. Ihr Pessimismus drückt sich auch in einem gesteigerten Bedürfnis nach Sicherheit aus: 47 % wollen länger als fünf Jahre bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben. Im internationalen Durchschnitt wollen dies nur 28 % der befragten Millennials.

Soziale Verantwortung hoch im Kurs

Die Anforderungen an Unternehmen in Sachen soziales Engagement werden immer höher, die Themen Klimaschutz und Gleichstellung liegen den Millennials besonders am Herzen. Auch hier zeigen sich die österreichischen Befragten skeptischer gegenüber Unternehmen als ihre internationalen Peers. Im Gegensatz zur Mehrheit (55 %) der globalen Millennials, sind lediglich 37 % der heimischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Meinung, dass Unternehmen einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Bereit für die Zukunft und neue Arbeitsformen

Die Arbeitswelt unterliegt einem steten Wandel und verlangt nach Flexibilität, neuen Kompetenzen und Arbeitsweisen. Hier sehen sich die österreichischen Millennials gut vorbereitet: 75 % der arbeitstätigen Befragten geben an, über die passenden Fähigkeiten zu verfügen, die für die Industrie 4.0 nötig sind. Alternative Arbeitsformen, wie freie Dienstverhältnisse der Gig Economy, stehen bei den Millennials hoch im Kurs: Global ziehen das 84 % in Betracht, in Österreich immerhin drei Viertel.

Social Media als Auslaufmodell

Während Digitalisierung und neue Arbeitsformen an Bedeutung gewinnen, begegnen die Millennials Facebook & Co mit Vorbehalt. Mehr als die Hälfte der österreichischen Befragten gibt an, dass sie gesünder und glücklicher wären, wenn sie weniger Zeit mit Social Media verbringen würden und sind der Meinung, dass Social Media insgesamt mehr Schaden als Gutes bringt. Diese Skepsis führt zu drastischen Ansätzen: Beeindruckende 54 % würden Ihren Social Media-Konsum am liebsten ganz einstellen.

Sie haben noch Fragen oder möchten es gerne genauer wissen? Für weiterführende Erklärungen stehen unsere Expertinnen und Experten im Bereich Human Capital sehr gerne jederzeit zur Verfügung.

Infografik: Deloitte Millennial Survey 2019

Die Ergebnisse Deloitte Millennial Survey 2018 finden Sie hier zum Download.

Deloitte Millennial Survey 2018 

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