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Mitarbeiterfluktuation durch schlechte Führung 

Umfrage identifiziert Unzufriedenheit mit Führung als häufigsten Austrittsgrund

Die Ergebnisse der aktuellen Deloitte Umfrage „Fluktuation und deren Auswirkung auf Unternehmen“ zeigen, dass österreichische Unternehmen zunehmend mit einer hohen ungewollten Mitarbeiterfluktuation kämpfen. Viele der befragten heimischen Unternehmen haben für wichtige Zielgruppen noch nicht die richtigen Maßnahmen gefunden, um die ungewollte Fluktuation zu minimieren. Erhebliche Wissenslücken zu diesem Thema verstärken die Problematik. Aktuell beträgt die ungewollte Mitarbeiterfluktuation in heimischen Unternehmen rund 11 %. Betroffen sind davon maßgebliche Unternehmensbereiche, so auch Schlüsselpositionen.

Top Findings

  • Warum? Schlechte Führung, niedriges Gehalt und fehlende Aufstiegsmöglichkeiten als Gründe für Austritte
  • Wieviel? Durchschnittliche Fluktuationskosten betragen 14.900,- Euro pro Stelle
  • Was tun? 17 % nutzen Führungskräfteentwicklung als Gegenmaßnahme

 

Austrittsgrund Nummer 1: Unzufriedenheit mit Führung

Mit 19 % steht Unzufriedenheit mit der Führung an der Spitze der häufigsten Austrittsgründe. An zweiter Stelle findet sich das Thema Gehalt, gefolgt von mangelnden Aufstiegsmöglichkeiten. 13 % der befragten Führungskräfte sehen im Mangel an positiven Mitarbeitererlebnissen den Grund für die hohen Fluktuationsbewegungen.

Fest steht: Gehaltserhöhungen sind keine nachhaltige Lösung bei unerwünschter Fluktuation. Dafür ist es nötig, sich kritisch mit der Qualität der Führungsarbeit auseinanderzusetzen und diese weiterzuentwickeln.

Fluktuation als kostspielige Angelegenheit

Gemäß unserer aktuellen Studie liegen die durchschnittlichen Fluktuationskosten bei rund 14.900,- Euro pro Stelle: Je größer das Unternehmen, desto höher die Kosten.

Grafik Fluktuationsstudie

Neben dem beträchtlichen Kostenfaktor, wirkt sich die Fluktuation aber auch negativ auf die Unternehmensaktivitäten aus. Kunden- und Serviceorientierung leiden besonders darunter, Umsatzziele werden nicht erreicht und der Verlust von Schlüsselkunden droht. Auch der IT- Bereich ist überdurchschnittlich häufig von Fluktuation betroffen. Dies wirkt sich wiederum negativ auf laufende Digitalisierungsaktivitäten aus.

Investition zahlt sich aus

Die Analyse der Umfrageergebnisse zeigt, dass es sich für die Unternehmen durchaus bezahlt macht, konkrete Investitionen zu tätigen und Maßnahmen zu setzen. 17 % der Unternehmen haben dies bereits erkannt und investieren in die Führungskräfteentwicklung, um ungewollte Fluktuation zu mindern. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten werden von 18 % gefördert. 9 % der befragten Unternehmen treffen jedoch gar keine Maßnahmen gegen unerwünschte Fluktuation.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass in Anbetracht des herrschenden Fachkräftemangels das Thema ungewollte Fluktuation hochaktuell ist. Die Besetzung von Schlüsselpositionen ist derzeit für viele Unternehmen extrem herausfordernd. Aus diesem Grund sind nachhaltige Konzepte und gezielte Maßnahmen notwendig, um Mitarbeiter, und damit auch Schlüsselkräfte, langfristig an ein Unternehmen zu binden. Denn langfristig gesehen, wirkt sich der Verlust von qualifizierten Schlüsselkräften negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens aus.

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