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Die Steuer­berater­prüfung

Erfahrungs­bericht und praktische Tipps

“Eine gute Planung und Zeiteinteilung ist bei dem Stoffumfang jedenfalls wichtig, sonst verliert man schnell mal den Überblick.”

Frau Niklas, welche Voraussetzungen braucht man, um bei der Steuerberaterprüfung antreten zu können?

Einerseits ist ein facheinschlägiges Studium (BWL, IBWL, Jus, fachspezifische FH) sowie 3 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Steuerberatung erforderlich. Nach Ablauf der dreijährigen Berufsanwärterzeit kann man die Zulassung zur Prüfung bei der Kammer der Wirtschaftstreuhänder beantragen.

Was muss man lernen um die Prüfung erfolgreich zu absolvieren?

Die Fachprüfung zum Steuerberater besteht aus zwei schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Für die schriftliche BWL-Prüfung sind die Bereiche Investition und Finanzierung, Kostenrechnung, Bilanzierung und Jahresabschlussanalyse zu lernen. Die Bereiche der schriftlichen Abgabenrechtprüfung sind Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Gebühren, Umgründungen, Steuergestaltung und internationales Steuerrecht. Bei der mündlichen Prüfung kommen zu den Themen der schriftlichen Prüfungen noch die Bereiche Sozialversicherungsrecht, Berufsrecht, Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht und bürgerliches Recht sowie Grundzüge aus IFRS dazu.

Worauf sollte man besonders achten? Ab wann sollte man sich vorbereiten?

Ich glaube das ist von Person zu Person unterschiedlich. Ich selbst habe über zwei Monate vor den jeweiligen Prüfungen zu lernen begonnen und hatte jeweils zwei Wochen vor den Prüfungen Lernurlaub. Eine gute Planung und Zeiteinteilung ist bei dem Stoffumfang jedenfalls wichtig, sonst verliert man schnell mal den Überblick.

Wieviel lernt man neben der Arbeit? Wie unterstützt Deloitte die Prüfungen?

Ganz ohne Lernen neben der Arbeit geht es meiner Meinung nach nicht, dafür ist der Stoffumfang zu groß. Das hängt natürlich vom Vorwissen und dem bisher Erlernten ab. Von Deloitte bekommt man ein Budget von EUR 2.000,00 für die Kammerkurse und eine Woche Lernurlaub zur Verfügung gestellt.

Was konnten Sie persönlich aus der Prüfung und den Vorbereitungen mitnehmen?

Die Prüfungszeit ist nicht einfach und die Doppelbelastung aus Arbeit und Lernen erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen. Ein Ausgleich ist wichtig, nach einer sportlichen Betätigung oder einem Treffen mit Freunden oder Familie kann man oftmals besser lernen als wenn man sich keine Pausen gönnt. Unterschätzen darf man diese Prüfungen nicht, gute Zeiteinteilung ist sehr wichtig.

Ein Tipp an Anwärter für den Beruf des Steuerberaters, die gerne die Prüfung absolvieren möchten?

Nicht zu spät mit dem Lernen beginnen und sich auch Zeit für Wiederholung von gewissen Gebieten einplanen. Im Bestfall unterstützen einen die Kollegen mit Arbeitsentlastung. Und ganz wichtig ist das man nicht aufgibt auch wenn man mal genervt ist oder etwas nicht versteht, auch diese Prüfungen gehen mal vorbei!

Wie geht es nach der Prüfung weiter?

Da man mit Bestellung zum Steuerberater Handlungsvollmacht erhält, hat man natürlich eine nochmals höhere Selbstverantwortung für das was man tut. Ich bin mittlerweile Tax Manager und habe mehr Klienten- und Personalverantwortung.

Angela Niklas, Deloitte

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