Deloitte Karriereblog

Karriereblog

Karriere in der Banken­prüfung

Zwischen Banken und Basketball

Frau Newertal, Sie sind im Bereich Financial Services Industry tätig. Wie darf man sich das vorstellen?

Der Bereich FSI (Financial Services Industry) besteht im Wesentlichen aus zwei großen Teams, wobei sich ein Team mit Prüfungsagenden (FSI Audit) und das andere Team mit Beratung (FSI Advisory) beschäftigt. Es ist allerdings hinzuzufügen, dass sehr stark bereichsübergreifend gearbeitet wird, vor allem wenn man bereits ein paare Jahre Erfahrung gesammelt hat. Ich persönlich bin mehrheitlich mit Prüfungen betraut, konnte jedoch bereits auch bei einigen Beratungsprojekten mitarbeiten.

Wie sieht der Arbeitsalltag typischerweise aus?

Der Arbeitsalltag gestaltet sich sehr vielfältig. Während der sogenannten „busy season“ ist man in der Regel direkt beim Klienten vor Ort. Dort findet die eigentliche Prüfungstätigkeit statt, mit vielen Besprechungen und Meetings, sowohl innerhalb des eigenen Teams als auch mit dem Kunden. Dann gibt es auch ruhigere Tage, an welchen man Zeit findet offene Themen abzuarbeiten, E-Mails zu beantworten oder sich mit Kollegen aus anderen Prüfungsteams auszutauschen.

Was schätzen Sie an Ihrem Job am allermeisten?

Am meisten schätze ich es wohl in einem jungen, dynamischen Team zu arbeiten, die alle am gleichen Strang ziehen. Der Job in der Bankenprüfung ist oft wirklich sehr stressig, man arbeitet auf Deadlines hin und verbringt sehr viel Zeit im Büro. Da ist ein gutes Teamklima umso wichtiger und ich habe wirklich sehr, sehr nette Kollegen und Kolleginnen.

Welche Fähigkeiten braucht man in der Bankenprüfung?

Abgesehen von den fachlichen Kompetenzen sollte der ideale Bewerber auch eine schnelle Auffassungsgabe, Teamfähigkeit und den Willen, sich weiterzubilden und weiterzuentwickeln, mitbringen. Hinsichtlich der fachlichen Kompetenz ist allerdings hinzuzufügen, dass das für die Bankenprüfung notwendige Spezialwissen zu wesentlichen Teilen auch „on-the-job“ erworben wird.

Welche Tipps können Sie Studenten geben, die sich für diesen Bereich interessieren?

Der Job-Einstieg nach der Uni ist nicht das Ende der Ausbildungszeit, sondern erst der Anfang einer kontinuierlichen und intensiven Aus- und Weiterbildung. Die universitäre Ausbildung bietet daher nur den Grundstein. Man sollte daher versuchen so viel Basiswissen wie nur möglich aus dem Studium mitzunehmen nach dem Motto: „Man lernt fürs (Berufs-)Leben und nicht für eine bestimmte Note bei einer Prüfung“. Hat man es verabsäumt sich dieses Basiswissen während des Studiums anzueignen, muss man es sich sehr mühsam während des Jobs erarbeiten. Ich würde daher auch jedem Bachelor-Absolventen empfehlen, auf jeden Fall noch ein Masterstudium dranzuhängen. 

Wie schafft man sich einen Ausgleich zum Job?

Das ist ganz unterschiedlich und muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönliche mache das über Sport, vor allem Basketball.  Ich organisiere auch firmenintern für alle Mitarbeiter wöchentliche Basketballrunden. Im Wesentlichen geht es dabei darum einen Ausgleich zum Job zu finden. Basketball ist ein absoluter Mannschaftssport und bietet hierfür eine ideale Grundlage. Beim Basketball ist es wie in der Arbeit, will man erfolgreich sein muss man als Mannschaft zusammenspielen. Das spielerische Können steht jedenfalls nicht im Vordergrund, sondern das „sich gemeinsam bewegen“ und auch andere Kollegen und Kolleginnen aus dem Haus kennen zu lernen. Bei rund 1.000 Mitarbeiter am Standort in Wien ist das eine gute Gelegenheit in Kontakt mit anderen Bereichen zu kommen. Der Spaß am Spiel darf dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Wie kann ich am Basketball teilnehmen?

Einfach ein E-Mail an mich schicken, dass man teilnehmen will und dann nehme ich die Person auf den wöchentlichen Verteiler auf.

 

Julia Newertal
War der Artikel hilfreich?