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Deloitte Art & Finance Report: Kunstmarkt auf Wachstumskurs

Kunst etabliert sich als Wertanlage

Der aktuelle Deloitte Art & Finance Report zeigt: Der globale Kunstmarkt erlebt erneut einen Aufschwung. Die großen Auktionshäuser melden für die erste Jahreshälfte 2017 einen Gesamtumsatz von 5,7 Mrd. US Dollar und ein Umsatzwachstum von 18 %. Parallel dazu gewinnt Kunst auch als Vermögensanlage weiter an Bedeutung. Kunstbezogene Anlageformen werden immer häufiger Teil des Portfolios von Vermögensverwaltern.

Key Findings:

  • Globales Wachstum: Auktionshäuser verzeichnen Gesamtumsatz von 5,7 Mrd. US Dollar und 18 % Umsatzsteigerung
  • Steigende Nachfrage: Verkaufsplus von 21 % für asiatische Kunst
  • Attraktive Wertanlage: Zwei Drittel der Vermögensmanager verwalten Kunst- und Sammlerobjekte
  • Zunehmende Investitionsbereitschaft: Vermögende Personen werden 2,7 Billionen US Dollar in Kunst anlegen

 

Wien, 20. November 2017 – Zum fünften Mal haben Deloitte und ArtTactic den internationalen Kunst- und Finanzmarkt beleuchtet. Die umfassende Analyse zeigt: Nach den Herausforderungen des Vorjahres ist die Branche weltweit wieder auf Wachstumskurs. So zeichnet sich in der ersten Jahreshälfte 2017 eine positive Entwicklung bei Kunstauktionen ab. Die großen Auktionshäuser Christie‘s, Sotheby‘s und Philips verzeichnen zusammen einen Umsatz von 5,7 Mrd. US Dollar. Das bedeutet ein Gesamtwachstum von 18 %. Im Standortvergleich liegt London mit einem Umsatzzuwachs von 31 % an der Spitze, gefolgt von New York mit 29 %.

„Maßgeblich für den Aufschwung bei den Auktionshäusern sind Verkaufssteigerungen im Bereich impressionistischer, moderner und zeitgenössischer Kunst. In der ersten Jahreshälfte 2017 gab es eine Umsatzsteigerung von 912 Millionen US Dollar“, analysiert Gernot Schuster, Partner bei Deloitte Österreich. „Auch der Verkauf chinesischer und asiatischer Kunstwerke stieg um 21 %.“

Gute Aussichten für Europas Kunstmarkt
Als größte Risiken für die Kunstbranche identifiziert die Studie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. So wird davon ausgegangen, dass sich der Brexit 2018 dämpfend auf den zeitgenössischen Kunstmarkt in Großbritannien auswirken wird. Die Prognosen für Europa sind hingegen positiv. „Über ein Drittel der befragten Experten erwartet sich in den nächsten 12 Monaten einen Aufschwung am europäischen Markt für zeitgenössische Kunst“, so Schuster.

Steigendes Interesse an Kunst als Wertanlage
Nachdem bereits 85 % der befragten Vermögensverwalter einen ganzheitlichen Ansatz für die Wertanlagen ihrer Kunden wählen, spielen Kunst und Sammlerstücke für sie eine immer wichtigere Rolle. „Kunst hat sich mittlerweile als Wertanlage etabliert. Zwei Drittel der Vermögensverwalter bieten bereits kunstbezogene Dienstleistungen an“, erklärt Gernot Schuster. „Auch hierzulande geht der Trend in diese Richtung. Das Sammeln von Kunst ist längst mehr als reine Liebhaberei.“

Nach aktuellen Schätzungen haben vermögende Personen (Ultra High-Net-Worth Individuals) 2016 insgesamt 1,62 Billionen US Dollar in Form von Kunst- und Sammlerobjekten angelegt. Die Tendenz ist steigend: Bis 2026 werden 2,7 Billionen US Dollar in Kunst angelegt sein, so die abschließende Prognose.

Über den Art & Finance Report 2017
Der fünfte Art & Finance Report wurde von Deloitte Luxemburg zusammen mit ArtTactic, einem auf den Kunstmarkt spezialisierten Research-Unternehmen aus London, erstellt. Im Zeitraum Mai bis August 2017 wurden rund 150 Kunstberater und Fachleute von Galerien und Auktionshäusern, 70 Privatbanken und 30 Family Offices sowie über 100 Kunstsammler in Europa, den USA, Südamerika, dem Mittleren Osten und Asien befragt. Zudem wurden qualitative Interviews mit 42 Experten aus der Kunst- und Finanzwelt geführt.

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