Pressemeldungen

Deloitte Studie: Geopolitische Unruhen sorgen bei heimischen Unternehmen für Kopfzerbrechen

  • 56 % der heimischen CFOs melden hohe Unsicherheit
  • 77 % erwarten gesteigerten Protektionismus
  • 61 % rechnen mit einem Hard Brexit
  • 64 % sehen Fachkräftemangel als große Herausforderung

Die globalen Entwicklungen trüben die Stimmung in den Finanzabteilungen der Unternehmen. Das zeigt eine aktuelle europaweite Befragung des Beratungsunternehmens Deloitte. Auch in Österreich steigt die Unsicherheit der Finanzchefs an.

Wien, 16. Mai 2019 – Im Rahmen der Deloitte Studie wurden in Europa, darunter auch in Österreich, rund 1.500 Finanzchefs befragt. Das zentrale Ergebnis: Der Optimismus unter europäischen CFOs geht kontinuierlich zurück. Das gilt auch hierzulande: Laut Deloitte Umfrage stufen in Österreich 56 % die finanzielle und wirtschaftliche Unsicherheit des eigenen Unternehmens als hoch ein. Das spiegelt sich in den Erwartungen an die Entwicklung des Investitionsklimas wider: 39 % der heimischen Befragten gehen von einem negativen Trend aus. Die Gründe für den Stimmungsabfall liegen vor allem im Fachkräftemangel und den globalen Entwicklungen.

Geopolitische Unsicherheiten drücken Stimmung

Die Sorge hinsichtlich geopolitischer Entwicklungen nimmt derzeit zu. 49 % der österreichischen Befragten halten eine erneute Krise der Eurozone für wahrscheinlich, ganze 61 % rechnen mit einem Hard Brexit. Außerdem erwarten 77 % einen gesteigerten Protektionismus.

„Der zunehmende Populismus und der bevorstehende Brexit sind kein idealer Boden für erfolgreiches Wirtschaften. Der sich zuspitzende Handelskonflikt zwischen den USA und China erhöht die Unsicherheit noch weiter“, betont Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Mangel an Fachkräften hält an

Neben den internationalen Entwicklungen bleibt für 64 % der österreichischen Befragten der anhaltende Fachkräftemangel ein großes Risiko. „Die Unternehmen versuchen, den vielfältigen aktuellen Herausforderungen mit konkreten Maßnahmen zu begegnen. 36 % nutzen bereits moderne Technologien, um die täglichen Anforderungen auch mit knappem Personal meistern zu können“, erklärt Marterbauer.

Zuversicht für eigenen Betrieb

Trotz der zahlreichen externen Risikofaktoren sind die österreichischen Finanzchefs noch immer relativ zuversichtlich, was die Entwicklung des eigenen Unternehmens betrifft. So glauben 51 % der Befragten an eine Umsatzsteigerung in den kommenden Monaten. Ein Viertel rechnet auch trotz Fachkräftemangel mit einem Mitarbeiterzuwachs.

„Die positive Grundstimmung ist in den vergangenen Monaten ins Wanken geraten. Dennoch haben die meisten österreichischen CFOs das Vertrauen in die eigene Unternehmensführung nicht verloren“, so Gerhard Marterbauer abschließend.

War der Artikel hilfreich?