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Deloitte Steuertipps zum Jahresende

Die wichtigsten steuerlichen To-do‘s für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Zum Jahresende befinden sich die meisten Österreicher im Weihnachtsstress. Neben all den Terminen und Feierlichkeiten sollte aber nicht auf offene steuerliche Belange vergessen werden. Deloitte Österreich gibt einen Überblick, welche Steuerfragen von Unternehmern und Privatpersonen jetzt noch geklärt werden müssen.

Wien, 26. November 2018 – Das Jahresende 2018 rückt immer näher. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist nun der richtige Zeitpunkt, um steuerliche Angelegenheiten zu erledigen. Gerade im Hinblick auf Prämien oder die Absetzbarkeit diverser Ausgaben lohnt es sich, offene Steuerfragen noch vor 2019 abzuarbeiten.

„Um entspannt in die Weihnachtsfeiertage starten zu können, empfiehlt sich die frühzeitige Auseinandersetzung mit steuerlichen Belangen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren, wenn sie rechtzeitig die richtigen Schritte setzen“, betont Christoph Hofer, Senior Manager in der Steuerberatung bei Deloitte Österreich.

Als Arbeitnehmer Kosten sparen

Wenn Arbeitnehmer ihre Aufwendungen rechtzeitig geltend machen, schont das die Geldbörse. Das zeigt sich vor allem bei Kinderbetreuungskosten. Heuer können letztmalig Kosten für die Kinderbetreuung von bis zu EUR 2.300,- pro Kind und Kalenderjahr abgesetzt werden. Ab 1.1.2019 wird die Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten und der Kinderfreibetrag dann durch den neuen Familienbonus Plus ersetzt. „Im Rahmen der laufenden Lohverrechnung kann das entsprechende Formular zur Berücksichtigung des Familienbonus Plus bereits im noch laufenden Jahr vom Arbeitnehmer an den Dienstgeber übermittelt werden. Der Familienbonus Plus wirkt sich dann schon ab Jänner 2019 aus“, erklärt Christoph Hofer.

Auch Fortbildungs-, Ausbildungs- und Umschulungskosten sollten noch vor Jahresende geltend gemacht werden. Darunter fallen neben Studien- und Kursgebühren auch Fachliteratur oder Reisekosten. Spenden an begünstigte Organisationen in der Höhe von maximal 10 % der Jahreseinkünfte lassen sich ebenfalls steuerlich absetzen. Da die Spendenempfänger eingegangene Spenden beim Finanzamt melden müssen, sollte man die der jeweiligen Spendenorganisation vorliegenden personenbezogenen Daten einem kurzen Check unterziehen.

Guter Investitionszeitpunkt für Arbeitgeber

Unternehmen, die noch vor 2019 abnutzbares Anlagevermögen anschaffen und in Betrieb nehmen, profitieren von der Halbjahres-Abschreibung für Abnutzung. Für den Kauf von Büroeinrichtung, Computern oder Kraftfahrzeugen ist jetzt also ein strategisch guter Zeitpunkt. Zudem sollte auch das Sachanlagevermögen auf Abschreibungserfordernisse überprüft werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von maximal EUR 400,- können sofort abgeschrieben werden.

Auf der Agenda stehen jetzt auch bilanzsteuerrechtliche Themen sowie das Einleiten von steuerlichen Liquiditätsmaßnahmen. Auf Basis einer Prognoserechnung kann ein Herabsetzungsantrag für Vorauszahlungen für 2019 gestellt werden. „Punkte wie die Beantragung von FFG-Jahresgutachten und Forschungsprämien gehören ebenfalls auf die Steuer-Checkliste. Zudem müssen sich die Unternehmen jetzt um die Rückvergütung von Energieabgaben kümmern“, ergänzt Steuerexperte Hofer.

Steuerlich relevante Fristen für Unternehmen
  • Zur Begründung einer Unternehmensgruppe muss der Gruppenantrag nachweislich vor Ablauf des Wirtschaftsjahres gestellt werden und die Einreichung innerhalb eines Monats beim Finanzamt erfolgen.
  • Mit 31.12.2018 endet grundsätzlich die siebenjährige Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen des Jahres 2011 (UStG: bei Gebäuden bis zu 22 Jahre).
  • Mit 31.12.2018 tritt die absolute Verjährung für Abgaben des Jahres 2008 ein.
  • Bis 31.12.2018 kann die Energieabgabenvergütung 2013 noch eingefordert werden.
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