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Executive Summary

Deloitte Radar 2022

Der Wirtschaftsstandort Österreich ist aktuell besonders gefordert. Die Folgen der COVID-19-Pandemie sind noch nicht bewältigt, schon erschüttert der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine die Wirtschaft. Was braucht der Standort jetzt, um auch in Zukunft krisenresistent und wettbewerbsfähig zu sein und wie sehen heimische Unternehmer den Wirtschaftsstandort? Das analysieren unsere Expertinnen und Experten jährlich im Deloitte Radar.

Im Rahmen des Deloitte Radar werden jährlich die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich untersucht. In die Studie fließen die Einschätzungen von mehr als 230 befragten heimischen Top-Führungskräften sowie die analysierten Indizes globaler Rankings ein. Aus den Ergebnissen lassen sich die wichtigsten Handlungsfelder ableiten.

Bekannte Stärken und Schwächen

Es gibt mehrere Standortfaktoren, bei denen Österreich sich im internationalen Vergleich sehr gut schlägt – das betrifft vor allem die Infrastruktur, das System der Forschungsförderung und die besonders hohe Lebensqualität. Dennoch reichen diese Stärken im internationalen Vergleich nicht aus. Bei den wichtigsten Rankings belegen in Europa die Schweiz, Schweden und Dänemark die Top-Positionen: Sie punkten mit einer umfassenden Digitalisierung und einer geringeren Steuerbelastung der Unternehmen. Ihre Stärken zeigen die aktuell größten Schwächen des heimischen Standorts auf, darunter die hohen Kosten und Steuern, zu viel Bürokratie sowie die im Vergleich zu vielen anderen Ländern noch immer schleppende Digitalisierung. Damit schafft es Österreich im Europavergleich nur ins Mittelfeld. Um wettbewerbsfähig und für Investoren attraktiv zu bleiben, muss allerdings ein Platz in den Top 5 das Ziel sein.

Deloitte Radar 2022

Sorgenkinder Energieversorgung, Preisentwicklung und Lieferketten

Zusätzlich zu den bereits bekannten Schwächen des Standortes hat der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine eine Entwicklung verschärft, die sich bereits Ende des vergangenen Jahres abgezeichnet hat: Steigende Energiepreise, weltweite Lieferketten-Probleme insbesondere bei Halbleitern und Rohstoffen, dazu die steigende Inflation. Die Volkswirtschaften Europas stehen vor der größten Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Resilienz als Wettbewerbsvorteil

Es ist noch nicht absehbar, welche Konsequenzen dieser Krieg in den nächsten Monaten für Europa und Österreich haben wird – in jedem Fall werden sie weitreichend sein und lange nachwirken. Es wird daher entscheidend sein, wie resilient sich der Standort im Umgang mit den geopolitischen Verwerfungen zeigt und was alle gemeinsam – Unternehmen, Staat und Bürger*innen – tun können, um nachhaltig gestärkt aus diesen Krisen und damit verbundenen Herausforderungen hervorzugehen.

Doch was stärkt nun aus Sicht der österreichischen Unternehmen den Wirtschaftsstandort und macht ihn resilienter für die aktuellen und zukünftigen Krisen? Zusammengefasst lassen sich zehn Maßnahmen ableiten, die Österreich braucht, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein:

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