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Executive Summary

Deloitte Radar 2021

Die COVID-19-Pandemie hat Österreich – wie die meisten Länder weltweit – massiv getroffen. Neben den gesundheitlichen Herausforderungen gilt es insbesondere auch die ökonomischen Folgen am Wirtschaftsstandort zu meistern. Wie schlägt sich Österreich im weltweiten Vergleich und wie sehen heimische Führungskräfte den Wirtschaftsstandort? Diese und weitere Fragen werden unsere Expertinnen und Experten im aktuellen Deloitte Radar beantworten.

Für unsere Volkswirtschaft wird es spielentscheidend sein, wie schnell wir gegen Ende der Pandemie Fahrt aufnehmen können. Daher geht der Radar 2021 auch in einer Umfrage unter 247 UnternehmensvertreterInnen speziell den folgenden Fragen auf den Grund: Wie positioniert sich Österreich im Wettbewerb der Standorte? Wie beurteilen die österreichischen Unternehmen und Führungskräfte die Auswirkungen der Pandemie auf den Wirtschaftsstandort? Wo liegen Österreichs Stärken, wo die Schwächen? Was wäre aus Unternehmenssicht zu tun, damit der Standort gestärkt aus der Krise hervorgeht? Wie bewerten die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter das Pandemie-Management und was können wir daraus lernen?

Deloitte Radar 2021

Bekannte Stärken und Schwächen

Österreich ist mit etlichen Standortfaktoren international sehr wettbewerbsfähig – etwa mit seiner Infrastruktur, dem System der Forschungsförderung und der besonders hohen Lebensqualität. Als Schwächen gelten seit vielen Jahren vor allem die hohen Kosten und Steuern, die Bürokratie sowie die im Vergleich zu vielen anderen Ländern noch immer schleppende Digitalisierung.

Die Corona-Krise wirkt nun wie ein Brennglas auf diese Standortfaktoren und macht vor allem die Schwächen deutlich sichtbar. Die zu geringe Digitalisierung wesentlicher Bereiche des Gesundheitswesens sowie der öffentlichen Verwaltung entpuppt sich insbesondere bei der Bekämpfung der Pandemie als echter Hemmschuh. In Verbindung mit einem komplexen und teilweise überbordenden Föderalismus wird sowohl die Entscheidungsfindung als auch die rasche und konsequente Umsetzung notwendiger Maßnahmen erheblich erschwert – um nicht zu sagen behindert.

Zudem entstehen erhebliche Ineffizienzen und Mehrkosten, wenn ähnliche Problemstellungen auf unterschiedliche Art und Weise in einzelnen Bundesländern gelöst werden. Dies kann auf die Dauer ein entscheidender Nachteil für einen raschen Weg aus der Krise sowie in weiterer Folge für die kompetitive Entwicklung Österreichs im internationalen Wettbewerb sein.

Sechs klare Empfehlungen

Kombiniert mit den Wettbewerbsanalysen der internationalen Rankings ergibt die aktuelle Befragung ein eindeutiges Bild.

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