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4. Standortfaktor | Deloitte Radar 2018

Die hohe Abgabenquote in Österreich ist ein klarer Nachteil im europäischen Standortwettbewerb. Die im Jahr 2016 wirksam gewordene Steuerreform und das gute Wirtschaftswachstum brachten zwar eine Reduktion der Quote, im internationalen Vergleich gehört Österreich aber weiterhin zu den Ländern mit der höchsten Belastung.

Die Steuer- und Abgabenquote liegt nach der letzten Steuerreform aktuell bei 42,9 %. Damit befindet sich Österreich laut OECD immer noch auf Platz 7 und liegt im Spitzenfeld aller OECD Staaten. Nun hat die neue Bundesregierung angekündigt, bis zum Ende ihrer Legislaturperiode die Quote auf 40 % senken zu wollen. Auch das Thema der kalten Progression sollte damit gelöst werden. Außerdem strebt die Bundesregierung bereits für das Jahr 2019 ein ausgeglichenes Bundesbudget an. Die Ziele sind sehr hoch angesetzt und brächten bei der realen Umsetzung einen Quantensprung in Österreichs Steuer- und Budgetpolitik.

Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls sehr günstig, denn die positive Konjunktur bietet ein ideales Zeitfenster. Die Frage ist allerdings, wie lange dieses Fenster offen ist und wie schnell die nötigen Maßnahmen auch beschlossen und umgesetzt werden können. Gleichzeitig braucht es konjunkturstärkende Maßnahmen, also weitere Steuererleichterungen
und Investitionen, die umgekehrt eine Budgetkonsolidierung erschweren. Hier sind alle finanzpolitischen Kräfte in Österreich gefragt, denn dies wird eine Herkulesaufgabe für die Bundesregierung.

Neben der hohen Abgabenquote hat der Standort Österreich einige weitere Herausforderungen zu meistern. Die Steueradministration arbeitet effizient, wird aber durch die äußerst hohe Komplexität des Abgabensystems behindert.

Der Deloitte Radar vergibt für diesen Standortfaktor 1,5 von 5 möglichen Punkten (2017: 1 Punkt)
mit positivem Ausblick.

Steuerliche Vorteile 2018

Die neue Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm einige Änderungen in der Steuergesetzgebung angekündigt. Doch auch mit Jahresbeginn treten bereits zahlreiche unternehmerfreundliche steuerliche Neuerungen in Kraft. Besonders profitieren können dabei innovative und investitionsfreudige Unternehmen.

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Das Wirtschaftliche Eigentümer Register

Mit dem am 15.1.2018 in Kraft getretenen „Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz“ (WiEReG) wurde ein zentrales Register für nahezu jeden Rechtsträger mit Anknüpfungspunkt in Österreich geschaffen und bringt eine weitere Meldepflicht mit sich. Bis spätestens 1.6.2018 sind die wirtschaftlichen Eigentümer von Gesellschaften und anderen juristischen Personen (wie etwa von Privatstiftungen) zu melden.

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