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Der richtige Weg wurde inzwischen eingeschlagen. Dennoch muss das klare Ziel der kommenden Jahre eine kontinuierliche Senkung der Steuer- und Abgabenquote mit einer ausgabenseitigen Gegenfinanzierung und Vereinfachungen des Systems sein. Noch besteht dringender Handlungsbedarf.

Der Standort Österreich ist bei der Steuer- und Abgabenbelastung stets im Spitzenfeld der Hochsteuerländer. Überdurchschnittlich hohe Steuersätze sind ein schlechtes Signal für Unternehmensansiedlungen, auch wenn begleitend noch so viele Anreize angedacht werden. Mit der Steuerreform 2015/16 wurde die langjährige Forderung nach Senkung der Einkommensbesteuerung umgesetzt, um damit die jahrelange kalte Progression und den Reallohnverlust in Österreich zu kompensieren.

Österreichs Fiskalpolitik wird in internationalen Vergleichen aber auch hinsichtlich ihrer Lenkungseffekte für Arbeitsmarkt und Investitionen kritisch gesehen. Im aktualisierten Arbeitsprogramm nimmt sich die Regierung einige Maßnahmen zur Belebung der Investitionen und der Beschäftigung vor. Doch der Handlungsspielraum ist aufgrund der angespannten Budgetsituation und der ohnehin schon hohen Staatsquote beschränkt. Daher müssen Kostensenkungen und stimulierende Maßnahmen gemeinsam mit öffentlichen Einsparungen Hand in Hand umgesetzt werden.

Neuerungen in der Personalverrechnung 2017

Mit Anfang des Jahres 2017 treten verschiedene Neuerungen im Bereich der Personalverrechnung in Kraft, die für Unternehmen von Bedeutung sind. So können sich neben der Abschaffung der täglichen Geringfügigkeitsgrenze auch die Änderung bei Aushilfenbezügen und die Senkung der Lohnnebenkosten positiv auswirken. Beim Bonus-Malus-System für ältere Dienstnehmer und den Beiträgen zur „Abfertigung neu“ sollten Unternehmen aufmerksam sein, hier ist Vorsicht geboten.

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