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Politisches und makroöko­nomisches Umfeld

1. Standortfaktor | Deloitte Radar 2019

Österreichs Wirtschaft hat in den letzten beiden Jahren einen wirtschaftlichen Höhenflug erlebt. Das BIP-Wachstum war das stärkste seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit – mit zuletzt beunruhigenden Höchstständen – sinkt ebenso wie die Staatsverschuldung. Der Zenit ist allerdings überschritten und wir müssen uns in den nächsten Jahren auf ein abgeschwächtes Wachstum einstellen.

Das Bruttoinlandsprodukt Österreichs wuchs im Jahr 2018 um 2,7 %. Das ist deutlich über dem Schnitt der Euroländer und der beste Wert seit mehr als zehn Jahren. Das gute nationale Wachstum wurde vor allem von der starken internationalen Konjunktur getragen. Die exportorientierte Industrie war einer der wesentlichen Wachstumstreiber. Mit einem noch nie dagewesenen Exportvolumen von über 150 Milliarden Euro und einem Anstieg um fast 6 % ist klar, worin der Erfolg begründet liegt: In der Internationalität unserer Wirtschaft. Fast 80 % aller Exporte gehen nach Europa, was wiederum zeigt, wie wichtig die europäische Integration für unseren Wohlstand ist.

Dank einer vorsichtigeren Haushaltspolitik, der positiven Konjunktur und der niedrigen Zinsen wurde die Staatsverschuldung im letzten Jahr gesenkt. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die von der Bundesregierung geplante Steuersenkung.

2019 wird sich das Wachstum deutlich abschwächen. Aktuell geht man von einem Plus von höchstens 2 % aus. Bei wichtigen Exportpartnern wie Deutschland, Frankreich und Italien schwächelt bereits die Konjunktur. Gleichzeitig steigen die internationalen Risiken durch Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China oder dem andauernden Krisenthema Brexit. Auch die Zinslandschaft wird sich mittelfristig verändern. Die Zeiten werden also wieder herausfordernder.

Die Bundesregierung hat sich einem wirtschaftsliberalen Programm verschrieben, zeigt sich handlungsfähig und hat den Wirtschaftsstandort auch kommunikativ in den Fokus gerückt. Die ersten gesetzten Maßnahmen wurden von Unternehmensseite überwiegend begrüßt. Eine Kritik der Wirtschaft richtet sich aber gegen die Abschiebung von bereits integrierten Flüchtlingen, durch die diese wieder aus dem Erwerbsleben in Österreich genommen werden.

Entscheidend wird sein, ob die Dynamik angesichts der internationalen Risiken und der Konjunkturabschwächung aufrechterhalten werden kann.

Der Deloitte Radar vergibt bei diesem Standortfaktor 3,5 von 5 möglichen Punkten (2018: 3 Punkte)
mit gleichbleibendem Ausblick.

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