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Unternehmens­infrastruktur und Umfeld

2. Standortfaktor | Deloitte Radar 2018

Investitionen in die Infrastruktur sind derzeit stark angesagt. Der Breitbandausbau soll vorangetrieben werden, die Jahrhundertprojekte Semmering- sowie Brenner-Basis-Tunnel schreiten voran und die Energieversorgung soll nachhaltiger werden. Österreich hat hier einiges vor.

Die Infrastruktur gehört zu den wichtigsten Assets des österreichischen Standortes. Ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz, in das derzeit großflächig investiert wird, bildet eine gute Ausgangsbasis und wird auch in den internationalen Rankings als Stärke gesehen. In Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit ist der Ausbau der digitalen Infrastruktur – Stichwort Breitbandinitiative – bereits seit Jahren ein wichtiges Thema. In der bundesweiten Versorgung mit sehr schnellem Internet besteht aber noch immer Nachholbedarf. Auch große Infrastrukturprojekte wie die dritte Piste am Flughafen Schwechat oder der Lückenschluss bei der 380-KV-Ringleitung in Salzburg haben mit langen Vorlaufzeiten und damit verbundenen Unsicherheiten zu kämpfen. Die Verwerfungen am deutschen Strommarkt beeinflussen außerdem die Energieversorgung in Österreich und schlagen sich in erhöhten Kosten nieder.

Das aktuelle Regierungsprogramm sieht wichtige Impulse für die Infrastruktur vor, etwa die Beschleunigung der Verfahren bei Großprojekten und das Ziel einer zu 100 % erneuerbaren Stromerzeugung bis 2030. Dieses Projekt könnte zu einem der größten Infrastrukturprojekte der Gegenwart werden. Die E-Wirtschaft rechnet mit notwendigen Investitionen von mindestens 50 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren. Derzeit sind dies allerdings nur Vorhaben, konkrete Pläne für die Umsetzung fehlen noch.

Der Deloitte Radar vergibt für diesen Standortfaktor 3,5 von 5 möglichen Punkten (2017: 4 Punkte)
mit gleichbleibendem Ausblick.

Deloitte Property Index 2017

Bereits zum sechsten Mal vergleicht der Deloitte Property Index die Wohnungsmärkte bzw. die Wohnmarkttrends in ausgewählten, hauptsächlich europäischen Ländern. Wie schon in den Vorjahren, zeigt sich Österreich auch heuer wieder als Spitzenreiter in Sachen Wohnbauvorhaben. In keinem der anderen analysierten Länder wurde im Jahr 2016 mit der Errichtung so vieler neuer Wohnungen pro Einwohner begonnen.

Deloitte European Powers of Construction Report

Die vierzehnte Ausgabe des Deloitte Reports European Powers of Construction (EPoC) gibt einen zuversichtlichen Ausblick in die Zukunft. Berücksichtigt wurden dabei die Markposition und Performance der Unternehmen hinsichtlich Umsatz, Marktkapitalisierung, Internationalisierung, Diversifizierung, Rentabilität, Verschuldung und andere Finanzkennzahlen. Die Analyse der europäischen Baubranche zeigt, dass trotz des im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkenen Gesamtumsatzes kein Anlass zur Sorge besteht.

Deloitte European CFO Survey

Sinkende Unsicherheit und gute Wirtschaftsdaten sorgen bei europäischen CFOs für Optimismus. Gerade in Österreich herrscht positive Stimmung. Laut Deloitte European CFO Survey fühlen sich heimische Finanzchefs im Europavergleich am sichersten und ein Großteil rechnet mit steigenden Umsatzzahlen. Kopfzerbrechen bereiten hingegen der Fachkräftemangel und die hohen Kosten im Personalbereich.

Erneuerbare Energien 2017

Im Rahmen der aktuellen Studie „Erneuerbare Energien in Österreich 2017“ gaben mehr als 1.000 Befragte ihre Meinung ab und sprechen dabei eine deutliche Sprache. Mehr als die Hälfte glaubt an ein Österreich ohne fossile Energiequellen. Deutliche 85 % ziehen die Weiterentwicklung erneuerbarer Energietechnologien der stärkeren Nutzung fossiler Energieträger vor und 81 % erhoffen sich dadurch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Die Stimmung in Bezug auf erneuerbare Energietechnologien ist damit ungebrochen positiv.

Der digitale Energiekunde

Im Rahmen der Deloitte Studie wurden im September 2016 104 Manager der österreichischen Energiewirtschaft online befragt. Im Zentrum der Umfrage standen die digitalen Services der Energieversorger sowie die Nutzung dieser Angebote aus Anbietersicht.

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