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Verfügbarkeit von Arbeitskräften

6. Standortfaktor | Deloitte Radar 2018

Die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit jeder Gesellschaft hängt von den Fähigkeiten und Talenten, dem Engagement und der Kreativität der Menschen ab. Gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte sind ein entscheidender Standortfaktor. Österreich ist hier stark gefordert.

Nachdem die Arbeitslosenrate schon über mehrere Jahre stark gestiegen war, erreichte sie auch 2017 ungewohnte Höhen. Im März 2018 waren in Österreich rund 398.500 Menschen ohne Job. Im Moment liegt Österreich in Europa damit an neunter Stelle. Das Arbeitsmarktservice Österreich berichtete kürzlich von einer Trendwende am Arbeitsmarkt. Der Rückgang ist spürbar, aber der Anteil arbeitsloser Menschen bleibt im Verhältnis zu den Vorkrisenjahren weiterhin sehr hoch. Dem gegenüber steht ein zunehmender Fachkräftemangel, über den sich die Wirtschaft seit Jahren beklagt. Es kommt damit zur paradoxen Situation, dass Unternehmen Aufträge aufgrund des Fachkräftemangels nicht annehmen können – bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit älterer oder weniger gebildeter Arbeitskräfte.

Das duale Ausbildungssystem Österreichs gilt international als vorbildlich, Universitäten und Fachhochschulen boomen. Viele Unternehmen investieren außerdem in die innerbetriebliche Weiterbildung. Die Bedeutung digitaler Bildung wurde erkannt und die Meinung, dass Chancengleichheit allen hilft, setzt sich immer mehr durch.

Es gibt eine gute Basis, um Österreich in diesem Bereich zukunftsfit zu machen. Die größten Herausforderungen aus Standortsicht liegen im schulischen Bereich, vor allem in der Elementarbildung und im Ausbau der Ganztagsbetreuung. Die kürzlich beschlossene Universitätsfinanzierung gibt den Hochschulen wichtige Planungssicherheit und die Chance zur Qualitätssteigerung. Im internationalen Vergleich ist aber die Input-Output-Relation im Bildungssystem mehr als verbesserungsfähig.

Das Thema Flexibilisierung der Arbeitszeiten ist nach wie vor ungelöst. Die Fronten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sind bislang verhärtet und etliche Lösungsversuche der Sozialpartnerschaft in den letzten Jahren gescheitert. Eine zeitnahe Entspannung ist bei diesem Thema nicht zu erwarten.

Der Deloitte Radar vergibt für diesen Standortfaktor 2 von 5 möglichen Punkten (2017: 2 Punkte)
bei gleichbleibendem Ausblick.

Deloitte Human Capital Trends 2017

Der anhaltende Mangel an qualifizierten MitarbeiterInnen ist eine Herausforderung, welche die Wirtschaft seit geraumer Zeit beschäftigt. Für die Deloitte Human Capital Trends 2018 wurden weltweit mehr als 11.000 Führungskräfte zu den wichtigsten Zukunftsthemen im Personalbereich befragt und es zeigt sich: die Arbeitgeberattraktivität zieht sich als roter Faden durch nahezu alle Top-Trends. Von sozialer Verantwortung über Führung und Kooperation bis zum Umgang mit neuen Technologien.

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Deloitte Global Human Capital Trends 2018

Predictions 2018

Die zunehmende Digitalisierung erfordert Veränderungen und bringt Unternehmen zum Umdenken. Basierend auf einer aktuellen Analyse, hat Deloitte Österreich die vier wichtigsten HR-Trends für 2018 zusammengefasst.

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Wie flexibel arbeitet Österreich?

Deloitte Österreich befragte in Zusammenarbeit mit der Universität Wien und der FH Oberösterreich mehr als 400 Unternehmensvertreter zum Umgang mit dem Thema Flexible Working. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass österreichische Unternehmen einen eher konservativen Ansatz in Sachen Flexibilität verfolgen.

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Millennial Survey 2017

Der sechste Deloitte Millennial Survey wurde im September 2016 durchgeführt. Im Rahmen der Studie wurden weltweit insgesamt rund 8.000 Millennials aus 30 Ländern befragt. Alle Teilnehmer wurden nach 1982 geboren, verfügen über einen akademischen Abschluss, haben eine Vollzeitbeschäftigung und arbeiten zum überwiegenden Teil in privatwirtschaftlichen Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten.

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Deloitte Millennial Survey 2017

Deloitte Stress Study

Die Deloitte Stress Study analysiert die Ursachen für Stress am Arbeitsplatz und den Umgang der Berufstätigen damit. Mittels Business Chemistry Typologie wurde analysiert, welche Reaktionen Stress bei verschiedenen Persönlichkeiten auslöst. Insgesamt wurden in zwei Durchgängen insgesamt mehr als 40.000 Berufstätige aus 1.300 Unternehmen und Organisationen in 120 Ländern befragt.

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Zu unserer Serviceseite: Human Capital

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