Analysen

Deloitte Property Index 2018

Wien ist eine der Mieterstädte Europas

In nur wenigen anderen europäischen Städten wird so viel gemietet wie in Wien. Dabei ist der Wohnraum mit EUR 9,60 Mietpreis pro Quadratmeter in Wien leistbarer als in vergleichbaren europäischen Städten. Auch bei Wohnbauvorhaben liegen die Österreicher gemäß aktuellem Deloitte Property Index an der Spitze: Durchschnittlich werden hierzulande die meisten Bauvorhaben initiiert. Insgesamt wird Wohneigentum immer mehr zum Luxusgut, wobei der Kauf einer österreichischen Neubauwohnung noch relativ leistbar ist.

Die diesjährigen Highlights

  • Miete statt Eigentum: Wien hat mit 77 % einen der höchsten Anteile an Mietwohnungen in Europa
  • Leistbarer Wohnraum: Mit Quadratmetermieten von EUR 9,60 ist Wien im Europavergleich attraktiv für Mieter
  • Spitzenreiter: Österreich bei Wohnbauinitiativen europaweit führend
  • Erschwingliches Eigentum: Kauf einer österreichischen 70m2-Neubauwohnung im EU-Vergleich relativ günstig
  • Ausblick: Wohneigentum wird immer mehr zu Luxusgut

Auch in diesem Jahr analysiert der Deloitte Property Index die Situation am europäischen Immobilienmarkt. „Mieten ist hierzulande noch immer verhältnismäßig günstig. Gerade in Wien sind die Mietpreise für eine europäische Hauptstadt moderat: EUR 9,60 zahlt man hier im Durchschnitt pro Quadratmeter. Vergleichbare Städte wie Prag mit EUR 13,10 und München mit EUR 16,50 liegen weit darüber. London und Paris sind mit rund EUR 26,- die Spitzenreiter“, erklärt Alexander Hohendanner, Partner bei Deloitte Österreich.

Österreich als Spitzenreiter bei Wohnbauvorhaben

In Sachen Wohnbauvorhaben liegt Österreich im internationalen Vergleich vorne: 2017 wurde der Bau von 8,6 Wohnungen pro 1.000 Einwohner initiiert. Damit rangiert Österreich weit vor dem zweitplatzierten Frankreich (6,4 geplanten Wohnungen pro 1.000 Einwohner) und dem drittplatzierten Polen (5,4 Wohnungen). Das Schlusslicht bildet Italien mit 0,9 Wohnungen.

Leistbares Wohnungseigentum in Österreich

Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von EUR 2.553,- ist der Kauf einer neuen Wohnung in Österreich relativ leistbar. Zum Vergleich: Großbritannien ist mit EUR 4.397,- pro Quadratmeter am teuersten, Ungarn mit EUR 1.164,- am günstigsten.

„Für eine 70m2-Neubauwohnung sind hierzulande fast sechs durchschnittliche Bruttojahresgehälter aufzubringen. In anderen europäischen Länder muss man zum Teil ungleich länger für das Eigenheim arbeiten: Tschechien liegt mit mehr als 11 Bruttojahresgehältern an der Spitze, gefolgt von Großbritannien mit rund 10. Belgien ist hingegen mit nicht einmal 4 Bruttojahresgehältern am günstigsten“, analysiert Alexander Hohendanner.

Wohnungen sind in Städten teurer als am Land: Ein Trend, der sich auch in diesem Jahr unverändert fortsetzt. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt in Wien bei EUR 4.138,-, in Graz bei EUR 3.089,- und in Linz bei EUR 2.901,-. Am meisten, und das mit Abstand, zahlt man nach wie vor in der Londoner City: Pro Quadratmeter muss man mit EUR 16.512,- rechnen. An zweiter Stelle liegt Paris mit EUR 10.697,-.

Boom am heimischen Immobilienmarkt

Der Immobilien-Boom am österreichischen Wohnimmobilienmarkt ist ungebrochen: 2017 weist ein rekordverdächtiges Transaktionsvolumen von EUR 10 Mrd. auf. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist somit trotz attraktiver Mietkonditionen hoch. Insbesondere im oberen Marktsegment haben sich die Wohnungspreise auf einem hohen Niveau stabilisiert. Doch auch das Interesse am Mittel- und Niedrigpreissegment ist stark gestiegen.

„Die unverändert hohe Nachfrage treibt auch in Österreich die Preise weiter nach oben. Sowohl Mieten als auch Kaufen wird künftig kostspieliger. Gerade Eigentum entwickelt sich dadurch immer mehr zu einem Luxusgut. Das heizt auch den Bedarf nach verhältnismäßig günstigen Mietwohnungen weiter an“, prognostiziert Hohendanner abschließend.

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Deloitte Property Index 2017

Den Deloitte Property Index 2017 finden Sie hier

Deloitte Property Index 2016

Den Deloitte Property Index 2016 finden Sie hier

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