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Internet of Things - Vernetzung der Welt?

Europäischer Datenschutztag 2017 

Heuer jährt sich bereits zum zehnten Mal der Europäische Datenschutztag. Am 28. Jänner dreht sich daher alles um die Sensibilisierung zum Thema Datenschutz.

Internet of Things (IoT) und die immer weiter gefasste Vernetzung treiben die Digitalisierung voran. Big Data, Cloud-Dienste, Analytics, Netzwerke und Technologien ermöglichen völlig neue Lösungen, Produkte und Dienstleistungen.

Safeguarding the Internet of Things

Der Deloitte-Report zum Thema „Safeguarding the Internet of Things“ zeigt neben positiven Aspekten auch die großen Herausforderungen auf. Smarte Autos, Häuser und mobile Endgeräte bieten neben vielen Vorteilen auch Angriffsflächen für Hacker und bergen Risiken für Systemausfälle in sich.

Deloitte-Experten sprechen davon, dass bis 2020 mehr als 30 Milliarden Endgeräte mit dem Internet verbunden sein werden. Der Kontakt der digitalen mit der physischen Welt wird immer enger und damit ändert sich nicht nur die Art des Wirtschaftens sondern auch jene des täglichen Lebens.

Risiken erkennen

Besonders gefährdet sind laut jüngsten Erhebungen Smart Homes und Connected Cars. Durch die immer intensivere Vernetzung von unterschiedlichen Geräten, wie Fernseher, Webcams und Türschließsysteme, im Falle der Smart Homes, können durch den Ausfall einer einzigen Komponente, wie einer Glühbirne, ganze Systeme lahm gelegt werden. Das passiert vor allem deshalb, da die einzelnen Geräte von unterschiedlichen Herstellern stammen.

Sicherheitslücken weisen auch sogenannte Wearables, wie Smartwatches oder Fitnessarmbäder auf, da das Risiko besteht, dass Kundendaten unerlaubt weitergeleitet werden. Ein weiteres Risiko entsteht bei Apps, bei deren Entwicklung der Sicherheitsaspekt nicht ausreichend berücksichtigt wurde. „Die Hersteller von Endgeräten im IoT und die Entwickler von Apps müssen ihre Produkte gegen Hackerangriffe schützen. Denn schon das kleinste Schlupfloch kann zum weit geöffneten Portal für Cyberkriminelle werden“, warnt Gilbert Wondracek, Cyber Security Experte und Senior Manager bei Deloitte Österreich. „Aber auch die Kunden sind gut beraten sich umfassend zu informieren und Datenschutz ernst zu nehmen.“

Sicherheitsdenken fördern

Um gegen Angriffe auf IoT-Systeme gut gerüstet zu sein, sollten sich Konsumenten immer wieder fragen, welche persönlichen Daten tatsächlich preisgegeben werden und welches Ziel damit verfolgt wird.

Tipps zum Datenschutz für Unternehmen

Standards für Interoperabilität: Vordefinierte Standards können sicherstellen, dass alle Geräte innerhalb eines Netzwerkes miteinander sicher und effektiv kommunizieren können.

Verwendung von speziell entwickelten Geräten: Anstatt bestehende, für andere Zwecke entworfene Systeme für IoT umzufunktionieren, müssen maßgeschneiderte, sichere Devices entwickelt werden.

Klare Verantwortungen festlegen: Es muss geregelt sein, wer für den Schutz welcher Daten verantwortlich ist (Hersteller, Anbieter, Kunden).

Institutionalisierung von Data Governance: Richtlinien zur sicheren Sammlung, Verwendung und Speicherung von Daten können Verletzungen der Datensicherheit vorbeugen.

Alexander Ruzicka, Partner bei Deloitte Österreich empfiehlt: „Unternehmen sollten bei jeder strategischen Entscheidung neben einer Erhebung der Chancen auch eine genaue Risikoanalyse vornehmen – dabei müssen Informationssicherheit und Datenschutz einen hohen Stellenwert einnehmen“.

 

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