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Steuertipps für Unternehmen und Private zum Jahresende

Mit dem Jahreswechsel 2016/2017 gilt es für Unternehmer und Private in Österreich wieder zahlreiche steuerliche Neuerungen zu beachten. Die Steuerexperten von Deloitte Styria haben die wichtigsten Änderungen im Folgenden zusammengefasst.

Große Neuerungen bringen das Verrechnungspreisdokumentationsgesetz und das Rechnungslegungsänderungsgesetz mit sich. Auch bei Energieabgaben, Gruppenbesteuerung sowie Spenden und Forschungsprämie gilt es neue Regelungen zu beachten. Darüber hinaus sollten Unternehmen auch bei Investitionen und Pensionsrückstellungen etwaigen Handlungsbedarf prüfen.

„Das Jahresende ist aus steuerlicher Sicht eine wichtige Zeit. Unternehmen sind gut beraten, sich intensiv mit Neuerungen auseinanderzusetzen. Versäumnisse können ansonsten weitreichende Folgen haben“, betont Friedrich Möstl, Partner bei Deloitte Österreich.

Verrechnungspreisdokumentationsgesetz: Country-by-Country Reporting
Im Sommer 2016 kam es durch eine Gesetzesnovelle für international tätige Unternehmen zur Verschärfung der Verrechnungspreisdokumentationspflichten in Österreich. Demnach müssen in Österreich ansässige Konzerngesellschaften ein Master File und Local File anfertigen, wenn die Umsatzerlöse in den beiden vorangegangenen Wirtschaftsjahren EUR 50 Mio. überschritten haben. Außerdem muss eine multinationale Unternehmensgruppe, die im letzten Wirtschaftsjahr einen konsolidierten Jahresumsatz von mindestens EUR 750 Mio. erzielt hat, einen Country-by-Country Report erstellen. Bei Unterlassung oder unvollständiger Übermittlung dieses Reports drohen Geldstrafen. Die neuen Vorschriften gelten bereits für Wirtschaftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 begonnen haben.

Rechnungslegungsänderungsgesetz
Rund zwei Jahre nach Beschlussfassung im Nationalrat wird es für die meisten Unternehmen spätestens mit der Jahresabschlusserstellung zum 31.12.2016 ernst: Das RÄG 2014 ist erstmalig anzuwenden und damit eine Vielzahl neuer Ansatz- und Bewertungsmethoden, Änderungen bei Ausweis- und Gliederungsvorschriften, Anhang und Lagebericht sowie bei der Konzernabschlusserstellung.

Energieabgabenvergütung
Dienstleistungsbetriebe sollten bis zum Jahresende prüfen, ob sie einen Antrag auf Energieabgabenvergütung für 2011 stellen. Denn auf Basis eines EuGH-Urteils vom Juli 2016 ist davon auszugehen, dass energieintensive Dienstleistungsbetriebe nach wie vor Energieabgabevergütungen geltend machen können. Ein Antrag muss spätestens bis fünf Jahre nach Ablauf des Jahres eingebracht werden. Daher endet bei Anträgen für das gesamte Jahr 2011 die Frist in 2016.

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