Spendengütesiegel

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Spendengütesiegel

Das Spendengütesiegel basiert auf einem Kooperationsvertrag zwischen der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und mehreren NPO-Dachverbänden.

Folgende Ziele sollen dadurch erreicht werden:

  • weitgehende Transparenz für den einzelnen Spender ebenso wie gegenüber der interessierten Öffentlichkeit, öffentlichen Stellen, Subventionsgebern und anderen Partnern
  • Gewährleistung der Sicherheit, dass mit den Leistungen der Spender das geschieht, was ihnen versprochen wurde, um damit größere Spendenbereitschaft zu erreichen
  • Zugang zum System der dem Österreichischen Spendengütesiegel zu Grunde liegenden Standards für alle Organisationen.

Das Spendengütesiegel wird auf Antrag verliehen, nachdem von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer Prüfungshandlungen in folgenden Bereichen vorgenommen wurden:

  • Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
  • internes Kontrollsystem
  • satzungsgemäße und widmungsgemäße Verwendung der Spenden
  • Einhaltung der Grundsätze „Sparsamkeit“ und „Wirtschaftlichkeit“
  • Finanzpolitik der Organisation bei Verwendung der Spenden
  • Personalwesen sowie
  • Lauterkeit der Werbung

Um das Spendengütesiegel auch nach Ablauf eines Jahres weiterhin verwenden zu dürfen, ist eine jährliche Prüfung der Voraussetzungen Pflicht. Die folgenden Kriterien werden dabei genauestens untersucht:

  • Die Organisation ist in Österreich ansässig und besitzt eine österreichische oder EU- oder EWR-Rechtsform.
  • Die Organisation verfolgt gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke oder die NPO beschäftigt sich ausschließlich mit der Sammlung von Spenden mit dem Ziel der Weitergabe an andere Organisationen im Sinne der §§ 34 ff BAO.
  • Die Organisation verfügt über ein geordnetes Rechnungswesen mit internem Kontrollsystem und einen dem Organisationsumfang entsprechenden Abschluss des Rechnungswesens.
  • Die Organisation verfügt über eine ausformulierte Selbstdarstellung. Die Selbstdarstellung gibt Auskunft über Rechtsform, Ziele und Zwecke der Organisation, benennt Personen, welche die Organisation nach außen vertreten und Gremien, die über die Verwendung der Gelder entscheiden.
  • Die Leitung ist einem übergeordneten Kontrollorgan verantwortlich. Die Mitglieder des Kontrollorgans dürfen kein persönliches finanzielles Interesse an der Organisation haben.
  • Persönliche Verflechtungen von Mitgliedern des Leitungs- und des Kontrollorgans mit kommerziellen Unternehmungen, die in einer geschäftlichen Beziehung zur Organisation stehen, sind offen zu legen. Die Verfolgung des Organisationszwecks in Entsprechung oder im Sinne der §§ 34 ff BAO und sonstige Geschäftstätigkeiten der Organisation werden getrennt dargestellt. Bei Vorliegen von gewerblicher Tätigkeit durch eine Organisation wird dafür ein getrennter Organisationszweig und Buchhaltungskreis geführt.
  • Die Organisation entscheidet grundsätzlich in eigener Verantwortung über die Verwendung ihrer Spenden oder ist in die Entscheidung über die Verwendung eingebunden (z.B. bei internationalen Organisationen)
  • Die Organisation verfügt über ein in den zuständigen Gremien beschlossenes und dokumentiertes internes Kontrollsystem.
  • Die Organisation dokumentiert ein Gehaltsschema, nach dem ihre Dienstnehmer entlohnt werden.
  • Die Organisation verfügt über ein eigenes Bankkonto.
  • Die Organisation benennt eine/n Datenschutzbeauftragte/n, der für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzgesetzes verantwortlich ist.
  • Die Organisation benennt eine/n Verantwortliche/n für die Werbemaßnahmen.
  • Die Organisation verfügt über einen eigenen Internetauftritt, auf dem zumindest die Selbstdarstellung und der aktuelle Jahresbericht leicht auffindbar abgerufen werden können.

Quelle: http://www.osgs.at/kriterien/die-wichtigsten-kriterien

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