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Deloitte 2015 BEPS global survey

Der überwiegende Anteil der Steuerverantwortlichen international tätiger Unternehmen ist über das steigende Interesse der Medien, der politischen Entscheidungsträger und Aktivisten am Thema Unternehmensbesteuerung besorgt.

Im Rahmen der 2015 BEPS global survey wurden über 550 Steuerverantwortliche aus mehr als 14 Ländern dazu befragt, wie sich BEPS nach ihrer Einschätzung auf ihre Unternehmensgruppe auswirken wird.

Tax Compliance liegt im Fokus

Die Ergebnisse der Befragung zeigen eine wachsende Besorgnis über die von BEPS ausgelösten steigenden Anforderungen an die Tax Compliance.

  • 69% der Befragten sagten, dass ihre Organisation die potentiellen Auswirkungen der BEPS-basierten Änderung der Steuergesetzgebungen analysiert haben.
  • Über 90% der befragten Steuerverantwortlichen erwarten, dass sich der Verwaltungsaufwand wesentlich erhöhen wird. Dies wird auf die zusätzlichen BEPS-Empfehlungen zu Reporting-Anforderungen, wie Country-by-Country Reporting und Verrechnungspreis-Dokumentation zurückgeführt.
  • 75% der Befragten stimmen zu, dass die Umsetzung der BEPS-Empfehlungen in der nationalen Steuergesetzgebung zukünftig zu vermehrter Doppelbesteuerung führen wird.
  • Lediglich 18% der befragten Steuerverantwortlichen planen, ihre personellen Ressourcen aufgrund des BEPS-basierten steigenden Verwaltungsaufwandes zu erhöhen.

Steuern werden zunehmend als strategisches Geschäftsthema wahrgenommen, welches die Wettbewerbsfähigkeit und die Reputation des Unternehmens beeinflussen können. Für international tätige Unternehmen ist es daher entscheidend, damit zusammenhängende Risiken und Chancen zu identifizieren. Die Beurteilung der Auswirkungen, die Gewichtung der Handlungsoptionen, periodisches Monitoring und die Entwicklung einer Strategie sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren.

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