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Drohender wirtschaftlicher Abschwung treibt den Einkauf

Deloitte-Studie erkennt für den Einkauf zunehmende Risiken durch die aktuelle Wirtschaftslage und identifiziert neue Profitchancen in der Digitalisierung. 

Im Rahmen des Deloitte CPO Survey 2019 wurden weltweit circa 500 CPOs rund um die aktuelle Situation am Beschaffungsmarkt befragt. Das Ergebnis: Mit den trüben Konjunkturaussichten steigen Komplexität und Unsicherheit im Einkauf. Dem kann mit dem Einsatz digitaler Technologien und einer besseren Vernetzung innerhalb des Unternehmens effektiv entgegengewirkt werden.

Die Key Findings auf einen Blick

  • Erhöhtes Risiko: 61 % der Einkaufsleiterinnen und –leiter erkennen eine Risikosteigerung.
  • Externe Faktoren: Der drohende wirtschaftliche Abschwung wird als größte Gefahr empfunden.
  • Digitalisierung als Chance: 68 % der befragten Unternehmen automatisieren ihre Beschaffungsprozesse.
  • Strategische Herausforderung: Nur ein Viertel der CPOs sieht sich im eigenen Unternehmen gut vernetzt.

Externe Risikofaktoren im Mittelpunkt

Innerbetriebliche Themen wie interne Komplexität, die Steuerung von Großlieferanten oder die digitale Fragmentierung des eigenen Unternehmens stellen zwar für viele der Befragten aktuelle Herausforderungen dar, mit dem drohenden wirtschaftlichen Abschwung und der Deflation sieht die Mehrheit der befragten CPOs jedoch in externe Risikofaktoren die größte Gefahr. Zusätzlich bereiten auch die anhaltenden Handelskonflikte und der bevorstehende Brexit vielen Unternehmen Sorgen.

„Das Umfeld im Einkauf wird immer komplexer und das Handling der eigenen Lieferkette somit immer herausfordernder. In Kombination mit wirtschaftspolitischen Unsicherheiten führt das in der Beschaffung vieler Unternehmen zu Überforderung. Das nehmen wir auch hierzulande wahr. Allerdings können intern Schritte gesetzt werden, um den steigenden Risiken entgegenzuwirken“, erklärt Alexander Kainer, Partner bei Deloitte Österreich.

The Deloitte Global CPO Survey 2019

Digitalisierung als Profitchance

Eine Möglichkeit, die zahlreichen Hürden im Einkauf zu überwinden, stellt die Digitalisierung dar. Insbesondere die Vereinfachung der Prozessschritte und damit verbundene Verringerung der Komplexität ist hier ein wichtiger Hebel.
68 % der befragten Unternehmen automatisieren bereits ihre Beschaffungsprozesse durch entsprechende IT-Lösungen. Auch setzt bereits mehr als die Hälfte der Befragten auf digitale Technologien, um sich mit internen Stakeholdern und externen Lieferanten zu vernetzen.

„In digitaler Hinsicht sind die Betriebe heute bereits gut aufgestellt. Die mangelnde Qualität der generierten Daten stellt aber für viele noch eine Hürde bei der effektiven Anwendung der neuen Technologien dar“, gibt Alexander Kainer zu bedenken. „In Zukunft gilt es vor allem die Datenqualität zu verbessern und die Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter entsprechend zu schulen.“

Mangelnde interne Vernetzung als strategische Herausforderung

Das wichtigste Ziel der befragten CPOs stellt mit 70 % Zustimmung eine Kostensenkung dar, gefolgt von einem funktionierenden Risikomanagement mit 55 % und der Digitalisierung des Einkaufs mit 52 %. Damit diese Ziele erreicht werden können, muss der Einkauf in die ganzheitliche Unternehmensstrategie eingebunden und mit den anderen Unternehmensbereichen verknüpft werden. Die Studienergebnisse zeigen jedoch, dass diese Einbindung nur bei einem Viertel der Unternehmen stattfindet, der Großteil hat mit einer mangelhaften internen Vernetzung zu kämpfen.

„Es braucht eine enge Verzahnung des Einkaufs mit den anderen Fachabteilungen, um bereichsübergreifend Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu entwickeln. Da gibt es bei vielen Unternehmen noch einiges zu tun“, betont Deloitte Experte Kainer abschließend.

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