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Studie Sourcing 2016

Sourcing bleibt Wachs­tums­thema

Höhere Agilitäts- und Qualitätserwartung treibt den Sourcing-Markt. Sourcing-Strategien umfassen immer mehr Aufgabenfelder der IT-Organisation. Sicherheit wird zur zentralen Herausforderung.

Key Findings der Sourcing-Studie im Überblick

1 - Wichtigste Herausforderungen für die IT – Digitalisierung sorgt für Paradigmenwechsel
Security bleibt zwar die größte Herausforderung, verliert aber an Bedeutung. Noch drastischer ist der Bedeutungsverlust des Themas Infrastruktur – also des klassischen Trios Standardisierung / Konsolidierung / Integration. Abgelöst wird es vom Aufsteiger Digitalisierung von Geschäftsprozessen: 35 Prozent der Befragten sehen hier aktuell eine wichtige Baustelle.

2 - Die Sourcing-Strategie I – inhaltliche Prioritäten beim Auslagern haben sich nur wenig verändert
Da Onshoring insgesamt am beliebtesten ist, erlaubt der detaillierte Blick auf diesen Bereich die validesten Aussagen bezüglich der inhaltlichen Prioritäten. Die sind zwar ähnlich wie im vergangenen Jahr, neu ist aber, dass sich mehrere Themen als fast gleich wichtig erweisen.

3 - Die Sourcing-Strategie II – Onshore bleibt der beliebteste Ansatz, Offshore der unbeliebteste
Nach Regionen betrachtet nimmt die Begeisterung für Outsourcing mit der Entfernung von der Heimat kontinuierlich ab. Das gilt zwar nicht für alle Themen, aber für die meisten. Am deutlichsten wird es bei Procurement-Services.

4 - Die Sourcing-Strategie in fünf Jahren – alles kann raus
IT-Verantwortliche sind überzeugt, dass sie in fünf Jahren mehr Aufgaben auslagern als aktuell. Softwareentwicklung, die Nutzung externer Experten und der Applikationsbetrieb werden zu den wichtigsten Themen. Letzterer landete im vergangenen Jahr noch auf Platz eins, gefolgt vom Helpdesk-Betrieb.

5 - Die Zufriedenheit – Outsourcing macht glücklich
Vor einem Jahr lautete die Überschrift an diesem Punkt noch „Onshore-Projekte machen glücklich“. Die Aussage dahinter war, dass die Befragten mit Nearshoring und Offshoring weit weniger zufrieden sind. Diese Stimmung hat sich 2016 radikal geändert.

6 - Das Outsourcing-Potenzial – die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft
Nachdem 2015 im Vergleich zu 2014 das Potenzial besser genutzt wurde, weist der Trend jetzt in die entgegengesetzte Richtung: Die ernüchternden Zahlen für 2016 sind denen von 2014 sehr ähnlich.

7 - Die Beliebtheit von Outsourcing-Regionen – Nordamerika gewinnt
Deutschland bleibt die populärste Region, gefolgt von anderen westeuropäischen Standorten wie Irland. Insgesamt nimmt die Bedeutung Europas für Outsourcing-Projekte
aber ab.

8 - Die Outsourcing-Hemmnisse – alles halb so schlimm
Man versteht sich besser: Größter Hemmschuh für den Erfolg von Near- und Offshoring-Projekten sind 2016 nicht mehr Kommunikationsprobleme, sondern mit 54,6 Prozent der Nennungen Sicherheitsbedenken.

9 - Die Outsourcing-Triebkräfte – eigene Leute kriegen es nicht hin
Auch 2016 wollen IT-Macher mithilfe von Outsourcing Kosten senken und die mangelnde Verfügbarkeit eigener Ressourcen überwinden. Daneben zeigt sich aber in diesem Jahr noch ein ganz anderes spannendes Motiv.

10 - Die Auswahlkriterien – Preis und Technologie spielen die größte Rolle
An den Kriterien, nach denen ein Dienstleister ausgewählt wird, hat sich wenig verändert. Die Plätze eins und zwei belegen – wie im Vorjahr mit geringem Abstand zueinander – Preis-Leistungs-Verhältnis und technologisches Know-how (45,4 beziehungsweise 45,0 Prozent der Nennungen).

11 - Die finale Entscheidung über ein Outsourcing – Machtzuwachs für die IT-Leiter
Wichtigste Entscheider über solche Projekte sind und bleiben Geschäftsführer, CIOs und IT-Leiter. Letztere konnten 2016 ihre Rolle gegenüber den CIOs bei einigen Themen stärken. Die häufig als mächtig beschriebenen Einkaufsabteilungen spielen dagegen – wie auch schon im zurückliegenden Jahr – nur eine untergeordnete Rolle.

12 - Nutzung externer Experten – kaum schlechte Erfahrungen
Unternehmen, die mit externen Fachleuten kooperieren, machen dabei fast durchweg gute Erfahrungen. Die Aussage fügt sich nahtlos in das Gesamtbild der diesjährigen Studie ein.

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