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COVID-19 Investitionsprämie

Antragstellung noch bis 28. Februar 2021 möglich

Die Frist zur Beantragung der COVID-19 Investitionsprämie geht in die finale Phase. Noch bis einschließlich 28. Februar 2021 können Förderanträge über den elektronischen aws Fördermanager gestellt werden.

Was wird gefördert?

Gefördert werden materielle und immaterielle, aktivierungspflichtige Neuinvestitionen (inkl. von Dritten angeschaffte, gebrauchte Wirtschaftsgüter) in das abnutzbare Anlagevermögen, die in österreichischen Betriebsstätten des Unternehmens vorgenommen werden. Das Kriterium einer Neuinvestition ist nur dann erfüllt, wenn das angeschaffte Wirtschaftsgut im Unternehmen bzw. im Konzern bisher noch nicht aktiviert wurde.

Bestimmte Investitionen sind von der Förderung ausgenommen. Dazu zählen unter anderem klimaschädliche Investitionen (insb. Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb), unbebaute Grundstücke, Finanzanlagen, Unternehmensübergaben und aktivierte Eigenleistungen. Es gilt vor bzw spätestens im Zuge der Antragstellung zu prüfen, ob das jeweilige Anlagegut die Fördervoraussetzungen erfüllt.

Elektronischer aws Fördermanager

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Höhe der Investitionsprämie

Gefördert werden im Standardfall 7% der Anschaffungskosten der begünstigten Investition in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Bei förderfähigen Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung sowie Gesundheit/Life Science erhöht sich der Zuschuss auf 14% der Anschaffungskosten. Pro Antrag ist ein Mindestinvestitionsvolumen iHv EUR 5.000 (exkl. USt) erforderlich. Die Obergrenze ist mit EUR 50 Mio. (exkl. USt) pro Unternehmen bzw. Konzern festgesetzt.

Erste Maßnahmen und Sperrfrist

Erste Maßnahmen im Zusammenhang mit der Investition müssen zwischen 01. August 2020 und 28. Februar 2021 gesetzt werden. Bestellungen, Kaufverträge, Lieferungen, der Leistungsbeginn, Anzahlungen, Zahlungen, Rechnungen oder der Baubeginn stellen solche erste Maßnahmen dar. Demgegenüber sind Planungsleistungen, behördliche Genehmigungen und Finanzierungsgespräche als erste Maßnahmen unzureichend. Die Inbetriebnahme und Bezahlung hat bis 28. Februar 2022 zu erfolgen (Investitionen bis zu EUR 20 Mio). Bei Investitionen von über EUR 20 Mio. verlängert sich die Frist der Inbetriebnahme und Bezahlung bis zum 28. Februar 2024.

Seitens des Bundes ist angedacht, aber noch nicht umgesetzt, dass die Frist für die erste Maßnahme vom 28. Februar 2021 auf den 31. Mai 2021 verlängert wird. Ebenso geplant ist eine Verlängerung des Investitionsdurchführungszeitraums (Inbetriebnahme und Bezahlung) von 28. Februar 2022 auf den 28. Februar 2023 (Investitionen bis zu EUR 20 Mio.) bzw. von 28. Februar 2024 auf den 28. Februar 2025 bei Investitionsvolumen über EUR 20 Mio.

Eine weitere Bedingung ist, dass das Anlagegut mindestens 3 Jahre (Sperrfrist) in der österreichischen Betriebsstätte verbleiben muss und nicht veräußert werden darf. Ausgenommen davon ist Software, die auch international genutzt wird.

Auch KMUs anspruchsberechtigt

Antragsberechtigt ist jedes Unternehmen iSd § 1 UGB mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Österreich, welches rechtmäßig im eigenen Namen und auf eigene Rechnung betrieben wird. Damit kommt jedes bestehende oder neu gegründete Unternehmen unabhängig von Branche und Größe mit Sitz oder Betriebsstätte im Inland in Betracht. Lediglich ausgeschlossen sind Unternehmen, welche von der Statistik Austria als „Staatliche Einheiten“ geführt werden, und somit mit anderen Marktteilnehmern nicht im Wettbewerb stehen und hoheitliche Aufgaben wahrnehmen.

Antragstellung und Abwicklung

Die Investitionsprämie wird durch das aws abgewickelt. Anträge können beim aws über das Onlineportal des aws-Fördermanager seit 01. September 2020 bis einschließlich 28. Februar 2021 gestellt werden. Nach Prüfung durch das aws wird von diesem eine Förderzusage ausgestellt, wobei dem Grunde und der Höhe nach kein Rechtsanspruch auf die Gewährung dieser Förderung besteht.

Endabrechnung und Auszahlung

Innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten ab der letzten Inbetriebnahme und Bezahlung der Investition hat der Fördernehmer eine Endabrechnung vorzunehmen. Die Abrechnung ist über den aws-Fördermanager einzureichen. Bei Abrechnungen von Zuschüssen über EUR 12.000 ist diese von einem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter in Bezug auf die Aktivierung der Investition zu bestätigen. Erst nach Vorlage der Endabrechnung erfolgt die Auszahlung des Zuschusses als Einmalzahlung. Bei Investitionen über EUR 20 Mio. besteht die Möglichkeit einer Zwischenauszahlung. Derzeit ist eine Verlängerung der Abrechnungsfrist von drei auf sechs Monate geplant, wobei eine dementsprechende Gesetzänderung und Anpassung der Richtlinie bisher noch nicht erfolgt ist.

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