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Digitaler Wandel

Innovationsprozesse im Umbruch

Expertinnen und Experten beleuchteten im Rahmen der Podiumsdiskussion der Plattform „Digital Business Trends“ (DBT) die Gratwanderung zwischen bisherigem Kerngeschäft und disruptiven Entwicklungen

Unternehmen sind einerseits mit dem digitalen Wandel konfrontiert, andererseits müssen sie sich auch um das zumeist noch analoge Kerngeschäft kümmern. Diese Übergangsphase bringt für den Innovationsprozess viele Herausforderungen mit sich, birgt aber auch enorme Chancen, erklärten Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der Plattform „Digital Business Trends“ in Wien. Hervorgestrichen wurde, dass hier trotz der Bedeutung von Kreativität ein strukturiertes Vorgehen unerlässlich ist.

Milica Sundic, Innovation Managerin bei Deloitte, erläuterte, dass eine Institutionalisierung und Strukturierung von Innovation in Unternehmen gerade in Zeiten des digitalen Wandels wichtig sind. Zwar könne sich jeder einbringen, wie in einem Online-Forum sei aber ein Administrator notwendig, der alle Innovationsaktivitäten bündelt und sämtliche Bereiche bei der Ideengenerierung und einen kreativen Arbeitsprozess unterstützt.

Synapsen neu verbinden
„Innovationsmanagement bedeutet, ständig auf der Suche nach Lösungen zu sein, Ideen zu bündeln, den Austausch zu fördern und Themen oder Personen untereinander zu vernetzen, sozusagen die Synapsen in Unternehmen neu zu verbinden“, gab sich Sundic, die im Jänner vom Innovationsministerium (BMVIT) mit dem Titel „FEMTech-Expertin des Monats“ ausgezeichnet wurde, überzeugt.

Um aus den besten Ideen marktreife Services und Produkte entwickeln zu können, ist es von Bedeutung sich mit verschiedenen Perspektiven von Innovation zu befassen: welche Prozesse, Personen, Rahmenbedingungen, Tools, etc. braucht es dafür? Wenn es darum geht, ein neues Geschäftsfeld oder New Business zu entwickeln, zu managen, und schließlich zum Erfolg zu bringen, müssen mehrere organisierte und strukturierte Arbeitsschritte, Visionen und Maßnahmen, gesetzt werden.

Ideen entwickeln
Studien zufolge werden Ideen nicht mehr in internen F&E Abteilungen, sondern sehr intensiv in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Start-ups, entwickelt. „Man schaut sich nach Ideen aus anderen Industrien um und bindet sogar die eigenen Kunden in die Produktentwicklung ein, im Rahmen von Open Innovation oder User Innovation Methoden“, erklärt Sundic.

Milica Sundic
Digital Business Trends - Milica Sundic; Bildcredit: APA
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