Pressemeldungen

Studie zum öster­reich­ischen Immo­bilien­leasing-Markt

Leasing als attraktive Finanzierungsalternative, um den aktuellen Investitionsstau nachhaltig zu lösen

Die Studie wurde im Auftrag des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften vom 14. Jänner 2015 bis 2. Februar 2015 durchgeführt. Insgesamt wurden 104 Experten, Immobilienspezialisten und Unternehmer aus den Bereichen Immobilien, Handel und Dienstleistungen sowie Wirtschaftsprüfer und Steuerberater befragt.

Wien, 8. September 2015. "Angesichts des seit Jahren herrschenden Investitionsrückgangs hat der Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich an Attraktivität eingebüßt. Mit veralteten Standards bei Produktionsstätten, Gewerbeobjekten oder Bildungseinrichtungen ist das Land auf Dauer nicht wettbewerbsfähig. Um den Investitionsstau nachhaltig zu lösen, benötigt die österreichische Wirtschaft dringend wirksame Anreize für privatwirtschaftliche Investitionen. Immobilienleasing kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten", sagt Gerhard Marterbauer, Partner von Deloitte Österreich und Mitautor der soeben erschienenen "Immobilienleasing-Studie 2015".

Die Ergebnisse zeichnen ein für das Immobilienleasing gemischtes Bild. "Der Immobilienleasing-Markt war in den vergangenen Jahren rückläufig. Ursachen sind neben projektbezogenen Schwankungen und der konjunkturell verhaltenen Investitionsstimmung vor allem die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das allgemeine Finanzierungsumfeld. Die steigende Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Betriebsstätten zu erneuern und Standorte zu erweitern, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird dem Immobilienleasing als attraktive Finanzierungsalternative neue Impulse geben", zeigt sich Klaus Klampfl, Vize-Präsident des Leasingverbandes und Geschäftsführer der Hypo Steiermark Leasing-Holding, anlässlich der Studienpräsentation überzeugt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • 34,3 Prozent der Befragten erwarten in den nächsten 12 bis 24 Monaten einen leichten Anstieg der Investitionen in geleaste Investitionsgüter. 23,2 Prozent halten es für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, in geleaste Immobilien zu investieren.
  • Mit 65 Prozent sehen deutlich mehr als die Hälfte der Befragten Vorteile durch Immobilienleasing bei Eigenkapital, Liquidität und Steuern. Damit sind Bilanzeffekte im Vergleich zum Kredit das Hauptargument, das für Immobilienleasing spricht.
  • Bei möglichen Zusatzfeatures bei Leasingangeboten wünschen sich 38 Prozent der Befragten mehr Sicherheit durch längerfristige Verträge (mehr als zehn Jahre). Damit wäre eine klare Positionierung von Immobilienleasing gegenüber Zinsbindungsdauern bei Krediten erreicht. Jeweils 17,7 Prozent regen zusätzliche Services wie Energieeinkaufsgemeinschaften zu besseren Konditionen und Facility Management über den Leasinggeber an.
  • 30 Prozent der Befragten würden Immobilienleasing einem Geschäftspartner als Finanzierungsmöglichkeit empfehlen. Vor allem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater spielen als "Recommender" eine wichtige Rolle. Von solchen Empfehlungen profitieren insbesondere der Handels- und Dienstleistungssektor. Bei Energie- und Bauwirtschaftsunternehmen herrscht gegenüber Immobilienleasing noch eher Zurückhaltung.
  • In Sachen Transparenz fühlen sich die Befragten ausreichend über Immobilienleasing informiert. Allerdings haben sich nur rund 40 Prozent der Studienteilnehmer im vergangenen Jahr mit dem Thema beschäftigt. Knapp 25 Prozent gaben an, sich mit Immobilienleasing noch nie beschäftigt zu haben.

Aussagen von Studienteilnehmern im O-Ton
"Wir sind immer auf der Suche nach einer vorteilhaften und preisgünstigen Finanzierung für Immobilienprojekte. Im Vergleich zum Leasing ist der Kredit bei vielen Projekten zu teuer."

"Wir haben gute Erfahrungen und Ergebnisse im Bereich Mobilien-Leasing erzielt. Deshalb ist Immobilienleasing als Produkt naheliegend, wenn mit Geschäftspartnern die Beziehung vertieft werden soll."

"Wir würden uns gerne häufiger für Immobilienleasing entscheiden, aber ohne Steuervorteil ist das schwierig."

"Ein eigener All-Over-Leasing-Betreuer für sämtliche Leasingarten wäre schön und für den Kunden einfacher."

"Die Steuerung und Betriebsführung von Energieanlagen zur Effizienzsteigerung könnte ein zusätzlicher Service von Immobilienleasinggesellschaften sein. Es wäre also möglich, hocheffiziente Gebäude über Leasing zu finanzieren und diese energetisch betreiben zu lassen. Kooperationen mit Energieversorgern sind denkbar."

Der österreichische Immobilienleasing-Markt 2015
Im ersten Halbjahr 2015 hat sich das Immobilien-Neugeschäft der im österreichischen Leasingverband vertretenen Gesellschaften im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2014 mehr als verdoppelt. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 337 Millionen Euro konnte ein Zuwachs um 109,4 Prozent erzielt werden. Die durchschnittliche Vertragssumme stieg im Vergleichszeitraum um rund 70 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Die Anzahl der Verträge legte um 22,8 Prozent zu. Für das zweite Halbjahr 2015 erwartet der Leasingverband eine ähnlich erfreuliche Entwicklung.

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