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Wie werden Verwaltungsräte in der Schweiz vergütet?

swissVR Monitor II/2018 – Fokus: Entschädigung VR-Mitglieder

Wer heute in einem Verwaltungsrat sitzt, trägt viel Verantwortung und steht im Rampenlicht. Wie soll diese strategische Führung vergütet werden? Unsere Umfrage zeigt: Meist wird eine fixe Summe ausbezahlt, die sich am zeitlichen Aufwand orientiert. Eine Performance-abhängige Vergütung kann aber sinnvoll sein. Weiter haben wir herausgefunden, dass sich auch kleinere Unternehmen aktiv mit Corporate-Governance-Fragen auseinander.

Die wichtigsten Ergebnisse

Der vierte swissVR Monitor basiert auf einer Befragung von 344 Mitgliedern von Schweizer Verwaltungsräten. Neben den umfassenden Fragen zu Vergütung haben wir die Personen auch zu ihrer Einschätzung zu Konjunktur- und Geschäftsaussichten, zum Einfluss der Regulation und strukturellen Themen befragt. Die halbjährliche Umfrage wird von swissVR, einer führenden Vereinigung für Verwaltungsratsmitglieder, dem Beratungsunternehmen Deloitte und der Hochschule Luzern gemeinam durchgeführt.

swissVR Monitor II/2018 – Fokus: Entschädigung VR-Mitglieder

Interview mit Reto Savoia und Cornelia Ritz Bossicard (Englisch)

Cornelia Ritz Bossicard, Präsidentin von swissVR, und Reto Savoia, stellvertretender CEO von Deloitte Schweiz, stellen sich den Fragen der Journalistin Amanda Kaynes:

  • Anhand welcher Kriterien sollen Verwaltungsräte und Verwaltungsrätinnen entschädigt werden?
  • Ist eine variable Entschädigung basierend auf dem Unternehmensergebnis sinnvoll?
  • Sollen Verwaltungsräte bei Krisen und anderen unvorhergesehenen Ereignissen zusätzliche Zahlungen erhalten?
  • Wie wirkt sich Lohntransparenz innerhalb des Gremiums aus?
     

Es zeugt von einer verantwortungsvollen Corporate Governance, wenn die Entschädigung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung auf unterschiedlichen Kriterien beruht
Reto Savoia, stellvertretender CEO Deloitte.
Die Diskussionen über Löhne von Topmanagern haben eine positive Wirkung: Transparenz hat an Bedeutung gewonnen und ist ein wichtiger, vertrauensbildender Faktor geworden.
Cornelia Ritz Bossicard, Präsidentin swissVR.
Die Annahme mehrerer VR-Mandate muss gut überlegt sein, denn die Arbeit ist über die letzten Jahre aufwändiger und komplexer geworden. Der Mandate-Sammler ist ein Auslaufmodell.
Prof. Dr. Christoph Lengwiler, Dozent am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, Hochschule Luzern.

Infografik: Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte geben Auskunft über wichtige Aspekte ihrer Entschädigung

Positive Geschäftsaussichten bleiben bestehen

60% der befragten Verwaltungsratsmitglieder rechnen gemäss der regelmässigen Konjunkturbefragung des swissVR Monitor damit, dass sich ihr Geschäft in den nächsten 12 Monaten positiv entwickeln wird. Damit werden die Geschäftsaussichten insgesamt leicht negativer eingeschätzt als vor einem halben Jahr (64%), jedoch weiterhin positiver als die Aussichten für die Konjunktur (54%) und die eigenen Branche (46%).

Die VR-Mitglieder aus der IT-Branche (76%) sowie aus dem verarbeitenden Gewerbe (73%) schätzen ihre Geschäftsaussichten am rosigsten ein. Demgegenüber liegen die positiven Einschätzungen für den Detailhandel und die Konsumgüterindustrie (57%) sowie die Finanzdienstleistungsindustrie (51%) unter dem Gesamtdurchschnitt.

Über die Umfrage

Der swissVR Monitor ist eine Umfrage, welche die Vereinigung swissVR zusammen mit Deloitte und mit der Hochschule Luzern durchführt. Sie zielt darauf ab, halbjährlich die Meinungen von Schweizer Verwaltungsratsmitgliedern zu den Konjunktur-, Branchen- und Geschäftsaussichten sowie zu aktuellen Verwaltungsratsthemen zu ermitteln. Zudem wird jeweils ein Fokusthema speziell beleuchtet. Das Spektrum der befragten Unternehmen reicht von KMU bis zu kotierten Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Mit jeweils weit über 400 Umfrageteilnehmern gibt der swissVR Monitor ein gutes Abbild der Einschätzungen und Herausforderungen aller Schweizer Verwaltungsräte.

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