Analysen

Women in the boardroom

A global perspective

Der Anteil von Frauen in den Verwaltungsräten von Unternehmen rund um den Globus nimmt weiter zu. Allerdings ist die Zahl der weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden immer noch gering. Während der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat mittlerweile 12% beträgt, liegt ihr Anteil unter den Vorsitzenden nur bei 4%.

In der vierten Ausgabe unserer Studie stellen wir die Massnahmen von 49 Ländern vor, mit denen diese versuchen, den weiblichen Anteil in den Aufsichtsräten zu steigern.

Europäische Länder führen weiterhin was geschlechtliche Vielfalt in Verwaltungsräten anbelangt. Norwegen, Frankreich, Schweden und Italien gehören zu den Ländern mit dem höchsten weiblichen Anteil im Aufsichtsrat. Länder aus den Regionen Amerika und Asien-Pazifik zeigen dagegen den geringsten Fortschritt. Der Anteil der weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden ist in den drei Regionen ungefähr gleich hoch: 5% in EMEA, 4% in Amerika und 4% im Asien-Pazifik-Raum.

Women in the boardroom: A global perspective

«Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten ist erfreulicherweise gestiegen. Allerdings bleibt die Zahl der Frauen, die es bis an die Spitze des Aufsichtsrats schaffen, selbst in den fortschrittlichsten Ländern verschwindend gering. Natürlich ist der Aufsichtsratsvorsitz in vielen Ländern eine geschäftsführende Position, aber die geringe Anzahl von Frauen unter den Vorsitzenden lässt tief blicken. Dänemark etwa weist den sechsthöchsten Anteil von Frauen in den Verwaltungsräten auf, rangiert in unserer Studie allerdings weit unten: In keinem einzigen dänischen Aufsichtsrat hat eine Frau den Vorsitz inne. Doch Dänemark ist da keine Ausnahme.

Die globalen Zahlen täuschen über erhebliche Unterschiede innerhalb der Länder hinweg. So verfügen die skandinavischen Länder anders als die Länder im asiatisch-pazifischen Raum, wo nur langsam Fortschritte verzeichnet werden, über günstige politische Rahmenbedingungen, die Frauen den Zugang zu Verwaltungsräten erleichtern. Dies zeigt eindeutig, dass mehr getan werden kann. Wir rufen daher Organisationen, Regierungen und Verantwortliche aktiv dazu auf, sich für mehr Kollaboration einzusetzen. Nur so werden wir allmählich Ergebnisse sehen.» – Dan Konigsburg, Managing Director, DTTL Global Center for Corporate Governance

Fanden Sie diese Seite hilfreich?