Tobias Pfeiffer

Erzähl uns etwas mehr über deine Karriere

Meine Karriere verlief relativ geradlinig, da ich mehr oder weniger meine gesamte berufliche Laufbahn bei Deloitte in Basel und Zürich verbracht habe. Insgesamt 33 Jahre und 3 Monate war ich im Bereich Wirtschaftsprüfung mit Schwerpunkt Versicherungsprüfung, davon 16 Jahre als Partner, tätig. 2015 wurde ich in den Verwaltungsrat der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft und 2017 in den Verwaltungsrat der Schweizerischen Mobiliar Holding AG gewählt. Aufgrund regulatorischer Anforderungen musste ich meine Karriere als Wirtschaftsprüfer Ende 2016 schliesslich beenden. Seitdem kann ich mich voll und ganz auf meine neue Position als Mitglied des Verwaltungsrates und Vorsitzender des Prüfungsausschusses konzentrieren.

Wie hat dir Deloitte geholfen, deinen beruflichen Weg oder deinen Purpose zu finden?

Es ist schon sehr spannend, von einer externen Betrachtungsweise als Wirtschaftsprüfer bei einer internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma zu einer aktiven Rolle in einem anderen interessanten, erfolgreichen und gut geführten Unternehmen zu wechseln. Als Wirtschaftsprüfer bei Deloitte habe ich gelernt, Dinge kritisch zu betrachten und gute Fragen zu stellen. Auch die Grundsätze der Ethik, der Unabhängigkeit und der guten Prüfungsarbeit sowie die Kenntnis der Versicherungsbranche dienten mir als hervorragende Grundlage für meine neue Rolle. Aspekten wie Moral, Ethik und dem Ton aus den Führungsetagen kommen jetzt eine viel grössere Bedeutung zu. Es kommt nicht auf das an, was wir sagen und schreiben, sondern auf das, was wir tun.

In meiner neuen Rolle bin ich aktiv an den wichtigen Entscheidungen des Unternehmens und seiner mehr als 5’000 Mitarbeiter beteiligt. Es ist mir eine grosse Ehre, dieses fast 200 Jahre alte Unternehmen bei der erfolgreichen Gestaltung seiner grossen Zukunftschancen und -herausforderungen zu unterstützen. Grosse und erfolgreiche Unternehmen laufen immer Gefahr, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Aber in der heutigen Welt, in der ständig neue Marktakteure auftauchen und Geschäftsmodelle disruptiv angreifen, ist Stillstand keine Option. Das aktive Gestalten von Dingen ist sehr aufregend und eine perfekte Ergänzung zur kritischen Haltung des Prüfers, die sich über die Jahre hinweg in mir verankert hat.

Welche positive Erinnerung hast du an deine Arbeit bei Deloitte?

Wenn ich auf meine Zeit bei Deloitte zurückblicke, erinnere ich mich nicht nur an die beruflichen Erfahrungen, sondern auch an die vielen persönlichen Freundschaften, die ich im Unternehmen knüpfen konnte. Und ich erinnere mich an die vielen Stunden intensiver Arbeit, oft bis spät in die Nacht hinein, in denen wir an spannenden Projekte arbeiteten und anspruchsvolle Prüfungen für unsere Kunden durchführten. Es war wirklich nie langweilig bei Deloitte. Ich erachte das als Privileg.

Privat war die Befreiung von der Erfassung verrechenbarer Stunden sehr angenehm. Das ermöglichte es mir, mich einem neuen Hobby zu widmen: Im Herbst 2019 habe ich den Hochsee-Segelschein gemacht. Leider hat mir die Coronavirus-Pandemie die Verwirklichung einiger meiner privaten Ziele vereitelt.