Arbeiten bei Deloitte

Karriereeinstieg im Audit  

Authentizität, Motivation, Interesse und Vorbereitung sind das A und O.

Einblick in die Bewerbungsprozesse und die Assessment Days mit exklusiven Tipps für die Interviews von unserer Recruiterin Drenushe Kica

Als Recruiterin führt Drenushe wöchentlich bis zu 10 Interviews und verrät euch hier die besten Tipps für eure Bewerbung und die Vorstellungsgespräche.

Was ist der typische Bewerbungsprozess für eine Einstiegsposition?

Der Bewerbungsprozess ist in drei Hauptschritte eingeteilt:

Die Vorselektion beinhalten die Prüfung der Dokumente und einen Online Test. Ca. 7-10 Tage nach dem Online Test erhalten die Kandidaten ein erstes Feedback, ob sie zu einem Interview oder einem Assessment Day eingeladen werden. Ziel ist es, die Kandidaten nur einmal einzuladen, damit sie eine möglichst schnelle Entscheidung erhalten.

Nach dem Interview / Assessment Day erhalten die Kandidaten nach max. 10 Tagen eine telefonische Rückmeldung (Absage / Angebot) inkl. Feedback. Oft sind wir in der Lage innerhalb 5 Tagen eine Entscheidung zu treffen.

Was ist ein Assessment Day und wie ist dieser aufgebaut?

Der Assessment Day dauert einen halben Tag für die Kandidaten und beinhaltet

Ziel des Assessment Days soll sein, den Kandidaten einen viel tieferen Einblick in die Deloitte Welt zu ermöglichen. Sie lernen in dieser Zeit viele Mitarbeiter auf verschiedenen Stufen kennen (von Senior bis z.T. Partner), sie erhalten viele unterschiedliche Eindrücke, persönlichen Erfahrungen und erleben das Teamverhältnis und die Deloitte Kultur hautnah.

Wir verfolgen kein einseitiges Interview-Verfahren, sondern möchten, dass sich auch die Kandidaten selbst einen persönlichen Eindruck über Deloitte und die Mitarbeiter machen können.

Was ist wichtig bei der Bewerbung und was wird oft falsch gemacht?

Es wird am Ende des Inserates klar vorgegeben, welche Unterlagen eingereicht werden sollten, dennoch werden teilweise einige Dokumente vom Bewerber vergessen. Bestandteil eines Bewerbungsdossiers sind:

Besonders der Inhalt eines Motivationsschreibens wird oft verfehlt. Im Motivationsschreiben geht es nicht darum euren Werdegang in einem Fliesstext zu formulieren – schliesslich sehen wir den Werdegang und die Erfahrungen bereits im Lebenslauf. Was wir im Motivationsschreiben sehen wollen, sind die Dinge, die im Lebenslauf eben nicht ersichtlich sind. Zum Beispiel eure Motivation für diese Stelle, für den Bereich Audit / Wirtschaftsprüfung oder für Deloitte selbst. Wenn ihr irgendeinen Bezug nehmen könnt, dann macht das unbedingt. Wenn ihr an einem Event, einem Workshop, einer Vorlesung teilgenommen habt, dann erwähnt dies im Schreiben. Auch wenn ihr bereits Erfahrungen im Audit oder mit Deloitte gesammelt habt, könnt ihr dort detaillierter darauf eingehen als im Lebenslauf selbst.

Wir wollen sehen können, was eure Motivationsgründe für diese Bewerbung genau bei uns, und nicht irgendwo anders, sind. Ein Motivationsschreiben sollte übrigens nicht länger als 1 Seite sein. 

Was machen die Kandidaten bei den Bewerbungsgesprächen falsch. Gibt es Tipps dazu?

Es ist wichtig, sich mit der Unternehmung und der Position vorher auseinander zu setzten. Viele sitzen im Interview und wissen nicht, um was es bei dieser Stelle geht. Dabei kann man sich die Infos leicht über die Website, das Inserat und das Internet einholen.

Informiert euch auch über das Unternehmen, den Bereich Audit und die Weiterbildung zum Wirtschaftsprüfer. Ihr könnt diese Informationen im Motivationsschreiben einfliessen lassen oder im Interview darauf Bezug nehmen. Es ist immer sehr positiv zu hören, dass ihr euch über die Website informiert habt.

Eine Vorbereitung zeigt, dass ihr euch mit der Stelle auseinandergesetzt habt und es keine «Blind-Bewerbung» ist. Nehmt also einen Notizblock, eure Fragen und einen Stift mit. Ganz wichtig, scheut euch nicht Notizen zu machen. Das ist absolut erlaubt und hinterlässt einen guten Eindruck.

Gibt es weitere Tipps, die du zum gesamten Bewerbungsprozess geben kannst?

Am wärmsten empfehlen kann ich:

  • Vollständige Bewerbungsdokumente einreichen.
  • Bereitet euch auf das Gespräch vor, indem ihr euch über die Unternehmung, die Stelle oder den Bereich im Vorfeld informiert.
  • Fragen stellen; ihr könnt alles über das Team, die Stelle, die Weiterbildung, den Einführungstag usw. fragen.
  • Versucht die Antworten aus eurer Sicht in «ICH-Form» zu formulieren. Oftmals hören wir «hier haben wir dies getan und man hat das gemacht». Wir wollen wissen was DU spezifisch und nicht was die Mehrzahl gemacht hat.
  • Wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr die Frage richtig verstanden habt, dann fragt unbedingt nach.
  • Meldet euch (per Mail oder telefonisch), wenn ihr früher Feedback braucht. Das wird nicht als aufdringlich erachtet, wir sind sogar froh darüber, wenn wir die Situation kennen und entsprechend schneller reagieren können.

Gibt es auch don‘ts oder No-go’s?

Keine Vorbereitung:
  • Wenn jemand aufgrund von fehlender Vorbereitung (fast) keine Frage beantworten kann, dann wirkt das schon eher als ein Zeichen von Desinteresse. Was wir aber auch nicht wollen, sind die auswendig gelernten «Muster-Antworten», welche man immer wieder hört und kennt. Wir wollen also nicht eure Stärken und Schwächen kennen, sondern viel mehr, was genau euch an Deloitte und Audit reizt, und wo ihr einen Bezug zu euch seht. Seid hier präziser und bringt Beispiele.
Zu lange Antworten und die Frage verfehlen:
  • Von zu langen Antworten ist ebenfalls abzuraten. Wenn ihr unterbrochen werdet und die gleiche Frage anders formuliert gestellt wird, dann müsst ihr darauf achten, dass ihr nicht weit ausholt, sondern nur das beantwortet, was gefragt wird.
Finger-pointing:
  • Ein absolutes No-go ist, wenn ihr über andere Personen schlecht redet, sei das ein Arbeitskollege, oder der letzte Arbeitgeber. Hier kann ich nur anraten das zu sagen, was euch gefehlt hat und ihr euch beim neuen Arbeitgeber anders wünschen würdet. Anstelle zu sagen, was schlecht war. Das wirkt viel sachlicher und loyaler.
Überheblichkeit:
  • Passt auf, dass ihr nicht überheblich wirkt. Selbstbewusstsein und ein richtiges Mass an Selbsteinschätzung ist aber wichtig.

Und noch zuletzt:

Versucht vom Interview oder Assessment Day so viel wie möglich zu profitieren. Ihr sollt schliesslich auch von uns einen guten Eindruck erhalten. Uns ist bewusst, dass eine Interview-Situation sehr nervös machen kann. Unser Ziel ist es, ein angenehmes, interessantes und positives Interview zu führen – für beide Seiten. Versucht das im Hinterkopf zu haben und vor allem darf und soll man bei uns im Interview auch lachen können.

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