Obwohl viele Führungskräfte der Schweizer Uhrenindustrie eher pessimistisch in die Zukunft blicken, gibt es trotzdem einige Gründe optimistisch zu sein: Die Nachfrage steigt wieder, insbesondere in China. Traditionelle Marken sehen die Vorteile einer Omnichannel-Strategie. Luxusmarken verlagern sich in das lukrative Gebrauchtuhren-Segment. Die Branche ist sich der Wichtigkeit von Nachhaltigkeit und Ethik in ihrer gesamten Wertschöpfungskette bewusster geworden.

Die Swiss Watch Industry Study 2020 basiert auf einer Online-Umfrage unter 55 Führungskräften der Schweizer Uhrenindustrie und 5’800 Konsumenten aus China, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Italien, Japan, Singapur, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien und den Vereinigten Staaten.

85% der Führungskräfte der Uhrenindustrie rechnen für das nächste Jahr mit trüben Aussichten

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COVID-19 trifft die Branche hart

Über 80% der Führungskräfte der Uhrenindustrie rechnen für das nächste Jahr mit trüben Aussichten. Der Einbruch des weltweiten Tourismus durch die Reisebeschränkungen, die sinkende Binnennachfrage durch den Lockdown und Zurückhaltung bei den Ausgaben wirken sich allesamt negativ auf die Branche aus.

Mehr als nur die Pandemie

Gemäss 54% der Führungskräfte werden externe Faktoren wie die politische Unsicherheit durch den Brexit, der Handelskrieg zwischen den USA und China und die bevorstehenden Wahlen in den USA die Schweizer Uhrenindustrie belasten. Auch die sinkende Nachfrage im In- und Ausland und der starke Schweizer Franken stellen weiterhin beträchtliche Risiken für die Branche dar.

'Der Kunde zuerst'

Über 70% der Führungskräfte in der Uhrenbranche glauben, dass Offline-Kanäle über alle Preiskategorien hinweggesehen auch in Zukunft dominieren werden. Mehr als 60% der befragten Marken priorisieren die Entwicklung und den Ausbau ihrer Omnichannel-Strategie. Die Führungskräfte setzen den Fokus auf die Markenpflege rund um das Kundenerlebnis, die Ausrüstung des Personals mit mobiler Technologie und auf neue Handy-Apps.

Smartwatches

62% der Führungskräfte räumten ein, dass die Branche den Reiz und den Erfolg von Smartwatches unterschätzt hat. Allerdings tragen im Durchschnitt nach wie vor 60% der befragten Verbraucher entweder eine traditionelle Uhr oder als zusätzliches Modell eine Smartwatch – ein positives Zeichen für die Branche: Die Kunden sind beim Thema Uhren noch nicht komplett digitalisiert.

Markt für Gebrauchtuhren

Gebrauchtuhren wurden von den Führungskräften am häufigsten als “the next big thing” genannt. Ein Fünftel der befragten Konsumenten plant im kommenden Jahr den Kauf einer gebrauchten Luxusuhr. Dieser Anteil wird voraussichtlich noch steigen, da der Übergang zu digitalen Kanälen und E-Commerce mehr potenziellen Käufern die Möglichkeit gibt, eine gebrauchte Uhr zu erwerben.

Nachhaltigkeit

Fast 90% der Führungskräfte sind der Meinung, dass Nachhaltigkeit und Transparenz bei den Lieferketten für die Branche wichtig sind. Über 50% der befragten Verbraucher achten beim Kauf einer Uhr auf Nachhaltigkeit. Die Nachfrage bei den Kunden, der Wunsch des Unternehmens selbst und die Medien sorgen dafür, dass das Thema Transparenz eine immer wichtigere Rolle spielt.

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