millennial survey

Perspektiven

Die Millennium-Generation und ihre Arbeitgeber

Lässt sich dieses Verhältnis retten?

Die Millennium-Generation macht einen wachsenden Anteil der Beschäftigten aus, und eine steigende Zahl hat mittlerweile eine leitende Position inne. Sie sind nicht mehr die Führungskräfte von morgen, sondern mehr und mehr die Führungskräfte von heute – und daher ist ihre Meinung darüber, wie Unternehmen geführt werden und werden sollten, nicht nur von rein akademischem Interesse.

Um Einblicke in den Standpunkt der Schweizer Millennium-Generation zu erhalten, haben wir in der Schweiz 192 Befragungen durchgeführt.

Die Global Millennial Survey

Gemäss der fünften jährlichen Millennial-Umfrage von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (Deloitte) müssen Unternehmen ihre Strategie anpassen, wie sie Mitarbeiter der Millennial-Generation an sich binden, sonst droht ihnen der Verlust einer grossen Anzahl ihrer Belegschaft.

44% der Millennials sagen, dass sie ihren aktuellen Arbeitgeber 2017 verlassen werden, wenn sich eine Möglichkeit eröffnet.
Wenn man den Zeitraum bis 2020 betrachtet, erhöht sich diese Zahl auf 66%. Diese Erkenntnisse hat eine Befragung von rund 7'700 Millennials zwischen September und Oktober 2015 erbracht.

Der Schweizer Standpunkt

Obwohl die Äusserungen der Millennials aus der Schweiz im Grossen und Ganzen denen ihrer Kollegen aus dem Rest der Welt ähnelten, wichen ihre Antworten doch in bestimmten Aspekten von den globalen Stellungnahmen ab.

Führungspositionen

Die grösste Abweichung zwischen den Schweizer und den globalen Ergebnissen tritt bei der Frage zutage, inwieweit sich die Millennial-Generation bei der Vergabe von Führungspositionen übergangen fühlt. Im Vergleich zu ihren Kollegen weltweit sind die Millennials aus der Schweiz weniger oft der Meinung, hierbei übergangen worden zu sein. 78% der Schweizer Millennial-Generation geben an, dass sie für mögliche Führungspositionen berücksichtigt werden (verglichen mit nur 58% der weltweit befragten).

Daran lässt sich ablesen, dass Arbeitgeber in der Schweiz nicht davor zurückschrecken, jüngere Angestellte für zu besetzende Führungsrollen zu berücksichtigen. Die Beschäftigten in der Schweiz scheinen früher bereit zu sein, potenzielle Führungsrollen anzunehmen.

Die Geschlechterkluft

Positiv zu vermerken ist ausserdem, dass es bei der Berücksichtigung für leitende Positionen nur geringe Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Während bei der Berücksichtigung Chancengleichheit bestehen mag, gaben doch deutlich mehr Männer an, als Abteilungsleiter oder in der höheren Führungsebene tätig zu sein.

Ist dies ein Hinweis darauf, dass das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern weiterhin existiert, oder darauf, dass Frauen sich in bestimmten Situationen weniger dazu ermutigt fühlen, leitende Positionen anzustreben? Vielleicht hängt das ja auch mit der Tatsache zusammen, dass Millennials nach einer guten Work-Life-Balance und traditionellen persönlichen Lebenszielen statt nach Beförderungen streben?

Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie mehr über die Ergebnisse und Auswirkungen des Millennial-Berichts erfahren möchten.

Die Deloitte Millennial Survey 2016 – Länderbericht Schweiz (in Englisch)

Wie verdient man die Loyalität der Millennials?

Millennials wollen Arbeitgeber mit ähnlichen Werten. Sieben von zehn Befragten glauben, dass die Organisation, für die sie arbeiten, ihre persönlichen Werte teilt. Das ist ein potenzieller Silberstreifen am Horizont für Organisationen, die solche junge Berufstätige an sich binden möchten.

  • Geben Sie ihnen die Möglichkeit, Führungsqualitäten zu entwickeln
  • Ermöglichen Sie Millennials eine Betreuung durch Mentoren
  • Unterstützen Sie eine gute Work-Life-Balance
  • Bieten Sie den Millennials Flexibilität, damit sie so produktiv wie möglich arbeiten können
  • Gestatten Sie ihnen mehr Kontrolle über ihre Karrieren
  • Pflegen Sie eine Kultur, in der die offene Kommunikation, ethisches Verhalten und Nichtausgrenzung gefördert und belohnt werden

Im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung lässt sich die Millennial-Generation nicht besonders stark von der Begeisterung um bestimmte Unternehmen oder Arbeitgeber beeinflussen. Die Befragten gaben ausserdem an, nicht sonderlich daran interessiert zu sein, berühmt zu werden, in den sozialen Netzwerken hohe Bekanntheit zu erlangen oder ein grosses Vermögen anzuhäufen. Im Grossen und Ganzen sind ihre persönlichen Ziele eher traditionell. Sie möchten ein Eigenheim besitzen, einen Partner fürs Leben finden und finanzielle Sicherheit, um genug Geld für einen komfortablen Ruhestand sparen zu können.

Sehen Sie sich den kompletten Kurzbericht an

Die Deloitte Millennial Survey 2016

Die Millennial-Generation scheint sich in allen Karrierephasen durch starke Werte leiten zu lassen. Dies wird deutlich angesichts ihrer Arbeitgeberwahl, der Aufgaben, die sie bereit sind zu übernehmen, sowie der Entscheidungen, die sie treffen, wenn sie höhere Führungspositionen einnehmen.

Lesen Sie die Studie

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