pharmaceutical innovation 2016

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Measuring the return from pharmaceutical innovation 2016

Balancing the R&D Equation

In der Pharmaindustrie belasten dieses Jahr nach wie vor regulatorische und erstattungsbezogene Hürden die F&E-Erträge von Pharmaunternehmen.

In der siebten jährlichen Studie zu pharmazeutischen Innovationen des Deloitte UK Centre for Health Solutions werden die Schwierigkeiten der Branche bei der Erwirtschaftung von Erträgen aus F&E-Investitionen betrachtet. Darüber hinaus zeigt die Studie die wichtigsten Strategien auf, mit denen man den Pipeline-Wert erhöhen, die F&E-Kosten senken und so nachhaltige F&E-Erträge erzielen kann.

Wichtigste Erkenntnisse

Nach der Überprüfung der geschätzten Erträge von zwölf führenden Biopharma-Unternehmen und einem Vergleich ihrer Performance mit vier mittel- bis grosskapitalisierten Unternehmen kommt die Studie zu folgendem Ergebnis:

  • Die prognostizierten jährlichen F&E-Erträge in der Pharmabranche gehen weiter zurück und liegen bei 3,7%
  • Die Spitzenumsätze pro Produkt gehen seit 2010 gegenüber dem Vorjahr um 11,4% zurück
  • Die Produktmarkteinführungskosten stabilisieren sich von USD 1576 Millionen im Jahr 2015 auf USD 1539 Millionen im Jahr 2016
  • Kleinere Pharmaunternehmen verzeichneten im Allgemeinen eine rückläufige Performance, entwickelten sich aber mit bis zu dreimal höheren Erträgen durchschnittlich besser als Grossunternehmen
Measuring the return from pharmaceutical innovation

Haupteinflussfaktoren auf die F&E-Erträge

Bei der Betrachtung der ursprünglichen Life-Sciences-Gruppe und der vier mittel- und grosskapitalisierten Unternehmen gelangen wir zu der Überzeugung, dass die folgenden Faktoren einen Einfluss auf die F&E-Erträge in der Pharmabranche haben können:

  • Durch den konstanten Fokus auf spezifischen Behandlungsbereichen (bzw. Krankheiten) lassen sich die Erträge steigern. Wenn ein Unternehmen den Schwerpunkt bei der Behandlung einer Krankheit bzw. eines Leidens auf einen bestimmten Behandlungsbereich legt, führt dies zu höheren Spitzenumsätzen
  • Das Ende der Blockbuster-Medikamente: Die Folge ist eine Situation, bei der den Kosten für Blockbuster-Medikamente keine entsprechenden Blockbuster-Umsätze gegenüberstehen; dies führt langfristig zu keiner attraktiven Wertschöpfung für die Stakeholder.
  • Kleinere Unternehmen sind nach wie vor effizienter: Es besteht eine negative Korrelation zwischen der Unternehmensgrösse und den prognostizierten Erträgen sowie den Kosten pro Produkt. Von kleineren Unternehmen kann man lernen, denn sie erreichen eine höhere F&E-Produktivität.
  • Mehr Fusionen und Übernahmen: Seit 2013 nimmt der Anteil extern beschaffter Produkte an den prognostizierten Umsätzen von Produkten in der späten Entwicklungsphase stetig ab. Diese Tendenz hat sich 2016 beschleunigt, da bei mehr Produkten, die in den späten 2000er-Jahren im Zuge grosser Fusionen und Übernahmen akquiriert wurden, die späten Entwicklungsphasen abgeschlossen sind. Wie die rückläufigen Erträge verdeutlichen, haben die Unternehmen Probleme dabei, den Pipeline-Wert durch intern entwickelte Produkte zu ersetzen.
Measuring the return from pharmaceutical innovation 2016: Methodology

Eine ausgewogenere F&E-Bilanz

Mit folgenden wesentlichen Erkenntnissen kann man den Unternehmenserfolg steigern und die Produkteinführungskosten senken.

Steigerung des Unternehmenserfolgs

  • Festlegung eines Therapiespezialgebiets
  • Ausrichtung auf Personengruppen, bei denen eine Wertmaximierung möglich ist
  • Einhaltung eines robusten angestrebten Produktprofils
  • Erbringung von Nachweisen, um den Bedürfnissen der Stakeholder gerecht zu werden
  • Abstimmung des gesamten Entscheidungsfindungsprozesses im Unternehmen

Erhöhung der F&E-Produktivität

  • Entscheidungsfindung, bei der im kleinen Massstab gedacht wird und grosse Gewinne erzielt werden
  • Ausgewogenes Verhältnis von Personal und Ressourcen
  • Verringerung der Belastung durch Datenkomplexität

Infographik

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