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Measuring the return from pharmaceutical innovation 2014

An einem Wendepunkt?

Dezember 2014

Fünfte Jahresstudie zur Fähigkeit der Pharmaindustrie, aus ihren umfangreichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung Gewinne zu generieren. Branchenführer erfahren in diesem Bericht, welche Faktoren erfolgreiche F&E-Strategien ausmachen und wie sie sich praktisch umsetzen lassen.

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"Measuring the Return from Pharmaceutical Innovation 2014" wurde von dem Deloitte Center for Health Solutions Grossbritannien in Zusammenarbeit mit GlobalData erstellt. Der Bericht analysiert das Verhältnis von F&E-Ausgaben und -Gewinnen der zwölf grössten Life-Sciences-Unternehmen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Seit 2010 wurden weltweit 143 Arzneimittel auf den Markt gebracht. Es wird damit gerechnet, dass diese über ihre Lebensdauer Erlöse in Höhe von USD 995 Milliarden generieren.
  • Zudem sind seit 2010 263 Unternehmenswerte in die Spätphase der Entwicklung vorgerückt. Es wird geschätzt, dass sie über ihre Lebensdauer Erlöse von USD 1171 Milliarden erzielen.
  • Erstmals seit 2010 stieg die Rentabilität wieder (auf 5,5%).
  • Die Markteinführungskosten für ein Produkt stiegen im fünften Jahr hintereinander auf derzeit USD 1401 Millionen.

Strategische Einflussfaktoren auf F&E-Gewinne

  • Unternehmensgrösse – Je grösser das Unternehmen (nach Verkaufserlösen oder F&E-Ausgaben), desto höher sind die Kosten für die Entwicklung eines Unternehmenswertes und desto niedriger die Gewinne.
  • Innovation von aussen – 75% der untersuchten Unternehmen erzielen weniger als die Hälfte der erwarteten Erlöse mit selbst entwickelten Kombinationstherapien. Über alle zwölf Unternehmen hinweg werden 58% der prognostizierten Erlöse von Produktinnovationen in der Spätphase der Entwicklung extern generiert.
  • Portfoliofokussierung – Wer sich auf weniger Therapiegebiete konzentriert, scheint höhere Gewinnchancen zu haben.

Einschätzung von Deloitte

Neil Lesser, Principal and Life Sciences R&D Strategy Lead von Deloitte USA: "Im F&E-Ökosystem der Life Sciences geht ein Wandel vor sich. Die Hauptakteure der Branche müssen sich genau überlegen, wie sie ihre Innovationen entwickeln und kommerziell nutzen. Einige der zwölf grössten Unternehmen sind da schon weiter als andere und erzielen dadurch höhere Gewinne."

"Der Grossteil der Wertgenerierung in der Branche ist auf externe Innovationsquellen zurückzuführen. Die Ertragsprognosen für diese extern generierten Unternehmenswerte sind höher als für intern generierte. Die Unternehmen müssen sich fragen, ob sie in ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit investiert haben. Es müssen talentierte Mitarbeiter, Prozesse, Infrastruktur und Daten vorhanden sein, um langfristig effektiv mit anderen zusammenarbeiten zu können, ohne dadurch Werteinbussen zu erleiden."

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